Ortschef bringt Niederdörfer zusammen

Stephan Weinrich lernte Südtiroler Partnerort im Urlaub kennen

Niederdorf.

Es gibt Bürgermeister, die können auch in ihrer Freizeit nicht aufhören, für ihre Kommune zu arbeiten. Als Stephan Weinrich, Niederdorfs Ortschef, zuletzt in Südtirol war, nutzte er die Gelegenheit, um sich bei einer potenziellen Partnergemeinde vorzustellen: Niederdorf. "Ich wurde dort sehr freundlich empfangen", sagt er. Das Ergebnis: Am Wochenende besucht der Südtiroler Bürgermeister seine gleichnamige Partnergemeinde in Deutschland - beim ersten internationalen Niederdorf-Treffen. Mehr noch: Aus einem Schweizer Niederdorf reist ein Präsident an - so heißen die Gemeindeoberhäupter in der Schweiz. Auch dort hat Weinrich ein Wochenende verbracht, um Kontakt herzustellen.

Bislang hatte das erzgebirgische Niederdorf keine Partnerkommunen. Der Wunsch, so einen Ort zu finden, ist aber nicht neu. Laut Weinrich gab es schon vor seiner Amtszeit Bestrebungen, die jedoch im Sande verliefen. Von den partnerschaftlichen Beziehungen erhofft sich der Bürgermeister "kulturellen und gesellschaftlichen Austausch". Zugleich betont Weinrich angesichts der Entfernungen, dass man realistisch sein müsse: "Die Partnerorte liegen nicht in Bayern, wo man mal eben in zwei Stunden hinfahren kann." Alle zwei Jahre ein Treffen - das wäre angemessen, findet Stephan Weinrich.


Am heutigen Freitag beginnt das erste internationale Niederdorf-Treffen. Bis Sonntag sind etliche Aktionen geplant. Los geht es am Freitag gegen 19 Uhr mit einer Rede und einem Fassbieranstich im Festzelt. Ein Lampionumzug startet 20.30 Uhr, und 22 Uhr erleuchtet ein Feuerwerk den Himmel. Am Samstag ist ab 14 Uhr ein Familiennachmittag geplant.

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