Raum im Klassenzimmer-Stil bietet Platz für viele Begegnungen

Das neue Pestalozzi-Haus ist Meinersdorfs ganzer Stolz. In einer losen Serie stellt "Freie Presse" die künftigen Nutzer vor. Heute: Café Hoffnung.

Meinersdorf.

Martina und Gunter Nestler sind zufrieden. Sie freuen sich über die erste große Anschaffung für ihr Projekt Café Hoffnung im neu eröffneten Pestalozzi-Haus in Meinersdorf. "Wir wollen in dem 60 Quadratmeter großen Raum mit Klassenzimmer-Charme einen Platz für Begegnungen in Wohlfühlatmosphäre schaffen", benennt die Projektleiterin das Konzept.

Der Grundstock ist bereits geschaffen. Die Küchentechnik ist einsatzbereit. Und der Geschäftsführer einer Firma für Innenausbau aus Meinersdorf hat den enthusiastischen Machern und ihrem ehrenamtlich tätigen Team für die Ausstattung des Cafés eine Kollektion von 30, in Farbe und Design völlig unterschiedlichen Musterstühlen gesponsert. "So bunt und vielfältig wie die Menschen sind eben auch unsere Stühle", erläutert Martina Nestler.

Die modernen, stabilen Sitzmöbel werden an sechs Tischen mit dunkler Platte stehen. Für anheimelnde Atmosphäre sollen indirekt beleuchtete Raumteiler aus Schwemmholz, kleine Lampen an den Fenstern und eine dimmbare Deckenbeleuchtung sorgen.

Das Projekt Café Hoffnung ist unter dem Dach der Kirchgemeinde Meinersdorf angesiedelt. Es ist nach und nach gewachsen. Verschiedene Ideen haben sich zu einem Ganzen gefügt. Fachmännische Unterstützung bekam die Gruppe vom Sponsor der Stühle. Eine große Vitrine aus dem ehemaligen Rathaus und ein Bücherschrank werden die Einrichtung vervollständigen. In einer Ecke wird zudem ein großer runder Tisch platziert. Ein Sichtschutz sorgt für Abgrenzung. Der geschützte Bereich kann für individuelle Gespräche genutzt werden.

Denn das Konzept des Cafés Hoffnung ist vielseitig. Es soll ein Ort sein, wo jeder Gast in Ruhe etwas essen oder trinken, aber auch einmal mit jemanden reden kann. "Bei Bedarf zuhören, wenn gewünscht Hilfsmöglichkeiten anbieten, Hoffnung vermitteln. Das Angebot, in ungezwungener Atmosphäre ins Gespräch zu kommen, ist dem Team sehr wichtig", so die ehemalige Altenpflegerin und Krankenhausseelsorgerin Martina Nestler. Die 19 motivierten Mitarbeiter, die in unterschiedlichen Berufen tätig sind, besuchen dafür Seminare für Kommunikation und Gesprächsführung. Neben drei regulären Öffnungszeiten pro Woche könnten sie sich im Café Hoffnung auch Angebote wie Lesungen, Diavorträge, Musikveranstaltungen oder Spielabende vorstellen.

Doch bis zur Einweihung des Cafés Hoffnung sind erst einmal einige bürokratische und organisatorische Hürden zu nehmen: vom Ausstellen der Gesundheitsausweise über das Anbringen von Steckdosen und Gardinen, dem Beschaffen von Geschirr, dem Erstellen von Dienstplänen für die ehrenamtlichen Mitarbeiter bis hin zu den Vorschriften der Lebensmittelüberwachung gilt es sich zu beschäftigen.

Auf einen konkreten Termin zur Eröffnung möchten sich Martina und Gunter Nestler deshalb nicht festlegen. "Alles schön der Reihe nach. Ich denke das Frühjahr wäre ein guter Auftakt. Mir ist eines sehr wichtig: Wenn der erste Gast kommt, soll wirklich alles fertig sein", betont Martina Nestler.

Alle Beiträge der Serie über das Pestalozzi-Haus von Meinersdorf lesen Sie unter im Internet unter: www.freiepresse.de/pestalozzi

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