Schneeberger Kulturzentrum setzt auf Gysi, Hertel und Co.

Besucherzahlen in der "Goldnen Sonne" sind wieder im Aufwind

Schneeberg.

Zwei gute Neuigkeiten hatte Peter Stimpel im Schneeberger Stadtrat, als er jüngst den Politikern die Bilanz für die "Goldne Sonne" vorstellte. So erklärte der Geschäftsführer des Kulturzentrums, dass die Stadt im vergangenen Geschäftsjahr mit gut 770.000 Euro fast 200.000 Euro weniger Zuschuss an das Haus zahlen musste als eingeplant. Und: Mit exakt 13.233 Besuchern seien 2017 ein Viertel mehr Gäste als im Vorjahr gekommen. "Wir sind auf unserem Weg gut vorangekommen, sind aber noch nicht da, wo wir hinwollen", sagte er.

Das Kulturzentrum befindet sich seit mittlerweile fast zwei Jahren in einem Prozess der Neu- und Umorganisation. So hatte der Geschäftsführer gewechselt und Touristeninfo sowie Veranstaltung der Märkte waren aus dem Zentrum herausgelöst worden. Grund sind Finanzsorgen der Kommune: Denn die "Sonne" wies zuletzt keine strahlende Bilanz vor. 2015 entstand bei einer Bilanzsumme von 3,7 Millionen Euro ein Verlust von 9000 Euro. 2016 verbuchte man zwar einen kleinen Gewinn, jedoch sank die Besucheranzahl der stadteigenen GmbH. Doch nun geht's wieder aufwärts: Stimpel hat für 2018 als Ziel vorgegeben, dass der Zuschussbedarf weiter sinken soll auf 400.000 Euro.

Und das scheint realistisch. Für die ersten Monate des Jahres vermeldet das Kulturzentrum erneut ein Besucher-Plus. Den Grund sieht Stimpel in einem breiteren Angebot im Unterhaltungs- und Bildungsbereich. Gefragt war zuletzt die Vortragsreihe, gut kamen 2017 auch die Auftritte von Kabarettistin Katrin Weber und Sänger Heinz Rudolf Kunze an. Weber hat sich dieses Jahr erneut angekündigt - die Veranstaltung ist bereits ausverkauft. Für gute Besucherzahlen dürften weitere Star-Auftritte sorgen. Linken-Politiker Gregor Gysi (7.Oktober) und Sängerin Stefanie Hertel (Dezember) sind nämlich zu Gast. Stimpel spricht von einem "großen Run" auf die Termine. Auch der Schauspieler Sky du Mont ist angekündigt.

Abseits der Veranstaltungstermine bleiben aber kleinere Baustellen. So sanken die Besucherzahlen in der Bibliothek und auf der Kegelbahn, ebenso nahmen die Umsatzerlöse in der Gaststätte ab. Stimpel dazu: "Das Ergebnis fiel 2017 im Gastro-Bereich aber nur schlechter aus, weil wir 2016 ein extrem gutes Jahr hatten." Bei der Kegelbahn gebe es hingegen "betriebswirtschaftlich keine positive Entwicklung", sagt er. Sie komme deshalb nun auf den Prüfstand.

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