Zwei Inseln sollen den Weg über die Straße sicherer machen

Wer vom früheren Neubaugebiet in Lugau ins Einkaufszentrum will oder in dem Bereich den Radweg benutzt, hat schlechte Karten beim Überqueren der Chemnitzer Straße. Nun ist eine Lösung in Sicht. Gebaut wird allerdings nicht so schnell.

Lugau.

Eine sichere Möglichkeit für Fußgänger und Radler, um die Chemnitzer Straße in Höhe des Paletti-Parks zu überqueren - daran arbeitet Lugau schon seit Jahren. Allerdings ist die Stadt nicht der Straßenbaulastträger, was das Vorhaben erschwert hat. Für die Staatsstraße 246 ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) zuständig. Nun aber scheint endlich eine Lösung gefunden. Denn ein Vertrag mit dem Lasuv hat es der Stadt ermöglicht, ihrerseits Planungsvorschläge erarbeiten zu lassen.

Wie Bauamtsleiter Jan Jacob vor dem Technischen Ausschuss sagte, liegt nun die Entwurfsplanung vor, bis September soll die Genehmigungsplanung stehen. "Im Prinzip ist es eine Lösung mit Fahrbahnanpassungen im Kurven- und Einmündungsbereich zur ,Schraube' sowie Überquerungsinseln für Fußgänger", erklärt Bürgermeister Thomas Weikert (Linke). Laut Anja Krumbholz vom Bauamt soll eine der Mittelinseln im Bereich der Überquerung Radweg/Eingang Paletti-Park und die andere vor der Zufahrt zur Clara-Zetkin-Straße ins Neubaugebiet gebaut werden.

Dass aus dieser Planung nun recht schnell Realität werden könnte - diese Erwartung bremst Jan Jacob allerdings. Weil es nämlich für das Bauvorhaben nötig ist, die Jägerstraße als Umleitung zu nutzen, muss zuvor noch diese in Ordnung gebracht werden. Allerdings: Die Stadt war bei der Fördermittelbeantragung dafür in diesem Jahr beim Lasuv nicht zum Zuge gekommen, bewilligt wurden für 2019 nur Zuschüsse für den Gehwegbau am Marktplatz. Nun könne die Jägerstraße also erst im nächsten Jahr eingeplant werden, die Bauzeit betrage mindestens sechs Monate. "Mit den Baumaßnahmen in der Chemnitzer Straße ist frühestens 2021 zu rechnen", kündigte Jacob denn auch an. Lasuv-Pressesprecherin Isabel Pfeiffer geht gar von einem noch späteren Baustart aus. "Ein Baubeginn vor 2022 ist kaum denkbar", erklärt sie, "auch bei optimalem zeitlichen und planerischen Verlauf".

Die Kosten betragen laut aktueller Schätzung 322.000 Euro, erklärt Pfeiffer, davon trage 138.000 Euro der Freistaat Sachsen. Aufgrund der innerstädtischen Lage und der damit zwangsläufig sehr engen Verknüpfung mit anderen Planungsträgern insbesondere aus dem Bereich der öffentlichen Versorgung sei im weiteren Planungsverlauf jedoch noch mit einer Kostensteigerung zu rechnen.

Dass ein von Lugauer Bürgern per Petition geforderter Zebrastreifen nicht zum Zuge kam, erklärt die Lasuv-Sprecherin mit dem kurvigen Straßenverlauf. Denn ein solcher Fußgängerübergang müsse bei einer Geschwindigkeit von 50 Kilometern je Stunde bereits in 100 Meter Entfernung für einen Fahrzeugführer erkennbar sein. Auch sei ein sogenannter Zebrastreifen nicht als gemeinsamer Geh-und Radweg zulässig, was aber im konkreten Fall nötig gewesen wäre.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...