Afghanen verstecken sich auf Ladefläche

Bundespolizei verhindert Einschleusung von drei Jugendlichen

Reitzenhain.

Bundespolizeibeamte haben am Montagabend in Reitzenhain einen Lastkraftwagen mit griechischer Zulassung gestoppt und die Einschleusung afghanischer Staatsangehöriger verhindert. Das teilte am gestrigen Dienstag die Bundespolizeiinspektion Chemnitz mit.

Passiert ist demnach folgendes: Gegen 20.30 Uhr hielten die Beamten auf der Bundesstraße 174 innerhalb der Schengen-Binnengrenzfahndung den Sattel-Lkw der Marke Scania bei der Einreise an und kontrollierten ihn. Bei dem Fahrer handelte es sich um einen griechischen Staatsangehörigen. Die Beamten entschlossen sich zu einer Kontrolle der Ladefläche und baten den Mann, die Hecktüren des Planenaufliegers zu öffnen.


Zunächst war für sie nicht genau ersichtlich, was sich auf der Ladefläche befindet. "Bei genauerem Hinschauen staunten sie nicht schlecht, denn es wurde ein Hinterkopf mit schwarzem Haar festgestellt. Die Person war genauso erschrocken und duckte sich hinter der Ladung ab", heißt es weiter. Die Beamten sprachen den Jugendlichen an. Daraufhin richtete er sich wieder auf und sprach mit anderen Personen, die sich ebenfalls hinter der Ladung versteckt hatten.

"Als nun der Fahrzeugführer mitbekommen hat, dass sich Personen auf seiner Ladefläche befinden, war er sichtlich überrascht und hielt sich beide Hände vor das Gesicht", heißt es. Nach dem Eintreffen weiterer Bundespolizisten wurden die Personen aufgefordert, die Ladefläche in Richtung Hecktüren zu verlassen. Es handelte sich um drei Jugendliche im Alter zwischen 16 und 19 Jahren, die nach eigenen Angaben aus Afghanistan stammen und keinerlei Ausweispapiere mit sich führten. Gegen sie bestand der Verdacht der unerlaubten Einreise, sie wurden zum Bundespolizeirevier Schmalzgrube gebracht. Der griechische Lkw-Fahrer wurde wegen des Verdachtes des Einschleusens von Ausländern vorläufig festgenommen.

Die Beamten vor Ort durchsuchten die Sattelzugmaschine sowie den Sattelauflieger. Eine Entladung der Paletten war nicht möglich. Die Beamten fanden aber einen Hohlraum, der mit einem Lattenrost sowie einer Schaumstoffmatratze ausgefüllt war. Die Ermittlungen dauern an.

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