Brandschutzplan heiß diskutiert

Ein wichtiges Dokument für die Feuerwehren der Gegenwart anzupassen, ist für Drebach gar nicht so einfach. Im Gemeinderat gab es jetzt Anregungen, die eine nochmalige Überarbeitung erfordern.

Drebach.

Neue Auflagen sowie veränderte Gegebenheiten im Ort machen es notwendig, dass Kommunen ihren Brandschutzbedarfsplan nach mehreren Jahren stets überarbeiten. In Drebach war es nun mal wieder soweit. Doch trotz vorheriger Absprache mit Gemeindewehrleiter Jörg Aurich dauert die Anpassung diesmal etwas länger als geplant. Während der jüngsten Gemeinderatssitzung regte Volker Weber (BiD) mehrere Änderungen an, sodass nun nochmals ein Feinschliff erfolgt. "Wir nehmen es mit in den Verwaltungsausschuss", kündigte Bürgermeister Jens Haustein an.

Das Gemeindeoberhaupt hatte eingangs der Diskussion selbst eingeräumt, dass der Plan "teilweise unübersichtlich" sei. Dies liege in erster Linie daran, dass er in jedem Ortsteil "unterschiedlich gestaffelt" sei. Auch wurde bislang noch nicht jede Veränderung erfasst, zum Beispiel dass einige Wohnhäuser immer noch als Scheunen deklariert wurden. Obwohl an solchen Aktualisierungen gearbeitet und bestimmte Beschreibungen modernen Strukturen angepasst wurden, gab es im Gemeinderat kritische Stimmen.

In konkreten Bezeichnungen sah Weber nicht das Problem, vielmehr ging es ihm um prinzipielle Fragen. "Anfangs wird erklärt, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Risiko eintreten kann. Darauf wird dann aber nicht näher eingegangen", so seine Argumentation. Eine Gefahr und die Vorhaltung für eine Gefahr, um im Ernstfall gewappnet zu sein, seien zwei unterschiedliche Faktoren. Zum Beispiel beschäftige sich der Plan nicht ausreichend mit dem Thema Hochwasser. Dieses sei aufs Zschopautal begrenzt, trete jedoch erfahrungsgemäß eher lokal auf.

Auch die Brandverhütung und die Auflistung von Gefahrenstoffen kämen zu kurz. "Wenn man schon so viel Arbeit reinsteckt, sollte man die Sache nicht schnell abhaken und in fünf Jahren wieder hochholen", sagte Weber über den Brandschutzbedarfsplan, der sowohl den Wehren als auch dem Gemeinderat bei Entscheidungen beziehungsweise Einsätzen als Grundlage dient. Laut Haustein erweist sich der Plan als gewisser Spagat, da dieser durchaus möglichst viele wichtige Informationen enthält, und trotzdem effektiv gestaltet sein soll.

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