Die Gefahr ist gebannt

Die Straße im Lößnitztal bei Falkenau war am Mittwoch für einige Stunden gesperrt. Damit sie sicherer wird, muss eine Lösung her.

Falkenau/Hammerleubsdorf.

Der Spezialauftrag sollte Schlimmeres verhindern: Für gut sechs Stunden ist am Mittwochvormittag die Straße im Lößnitztal kurzfristig gesperrt worden. Weil sich in der Steilwand, in unmittelbarer Nähe des Hetzdorfer Viadukts, Gestein gelöst hatte und auf die Straße zu stürzen drohte, war Gefahr in Verzug. Zwei Kletterer der Gornauer Firma Thomas Kermer Baumdienst & Forstservice entfernten den lockeren Gneis.

"Dass sich Gestein löst, ist nichts Ungewöhnliches, sondern witterungsbedingt", sagte Thomas Kermer nach seinem Einsatz. Der Firmenchef selbst war, unterstützt von einem seiner drei Mitarbeiter, in die Wand gestiegen. Die Steine, die abgeschlagen wurden, landeten auf der Verbindungsstraße. Mitarbeiter der zuständigen Straßenmeister luden 20 größere Steine und einige kleinere Bäume auf, informierte das Landratsamt, der Auftraggeber für die Sicherungsarbeiten. So waren binnen weniger Stunden alle Spuren beseitigt, der Verkehr konnte wieder ungehindert rollen. 14.30 Uhr wurde die Straßensperrung aufgehoben.

Thomas Kermer kennt den Einsatzort im Lößnitztal. "Wir waren hier bereits vor einer Woche", sagte der 34-Jährige. Damals drohte ein größeres Stück Fels abzubrechen. Es brachte eine Tonne auf die Waage. Bei der avisierten Sanierung der Straße Lößnitztal ist offensichtlich auch eine aufwendigere Sicherung der Felsen angedacht. Wie sie aussehen könnte und ob es dazu bereits ein Projekt gibt, dazu konnte das zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr am Mittwochnachmittag kurzfristig keine Auskunft geben.

Die Gornauer Spezialisten werden immer dann gerufen, wenn es für Straßenmeister oder Feuerwehrleute zu gefährlich wird: "Nach dem Schneebruch im Januar zum Beispiel haben wir die B 180 zwischen Flöha und Erdmannsdorf wieder freigemacht." In diesem Fall habe man die beschädigten Bäume am Steilhang von oben her abtragen müssen. "Das heißt, wir klettern in die Bäume", erklärt Thomas Kermer.

Bei jedem Einsatz sei immer wieder eine neue Strategie nötig. Für die Arbeit in der Höhe müssten spezielle Lizenzen vorliegen. Thomas Kermer kommt ursprünglich aus der Metallbranche. Vor 15 Jahren gründete er das Unternehmen in Gornau, die sich auf Spezialfällungen konzentriert.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...