Drebach rät von Besuch der Wiesen ab

Die Gemeinde erwartet am Wochenende zwar eine volle Blüte. Doch die Corona-Krise zwingt die Verwaltung zum Umdenken.

Drebach/Schlößchen.

Eigentlich wollte Drebach dieses Wochenende für einen Besuch der Krokuswiesen im Dorf werben. Nach einer verregneten Woche erwartet Bürgermeister Jens Haustein am Sonntag den Höhepunkt der Blüte. Doch nun rät er wegen der Infektionsgefahr mit dem Coronavirus von einem Besuch ab. Ein entsprechender Hinweis findet sich seit Freitag auf der Internet-Seite der Gemeinde.

Die auf mehr als 40 Flächennaturdenkmalen wild wachsende Art lockt in anderen Jahren zwischen 10.000 und 15.000 Spaziergänger an. "Das ist mir zu heiß. Bei so einem Ansturm können wir nicht garantieren, dass die Leute auf den engen Pfaden nicht zu nahe aneinander geraten", begründet der Gemeindechef. "In Anbetracht der jüngsten Entwicklung der Pandemie im In- und Ausland scheint mir das die vernünftigste Lösung zu sein", fügt Jens Haustein an.

Die Kommune ist trotzdem auf Gäste vorbereitet. In dieser Woche sind die Parkflächen beschildert worden. Sollten wider Erwarten mehr Besucher kommen, soll es eine Notbesetzung mit Einweisern geben. Jens Haustein: "Wir können ja keinen Zaun um Drebach ziehen und niemanden verbieten herzukommen."

Etwas entspannter ist Anita Adler, die frühere Ortsvorsteherin von Schlößchen: "In Sachen Corona sehe ich keine Gefahr. Die Leute kommen mit dem Auto, steigen aus, schauen sich die Blüte in den Vorgärten an und fahren wieder los." Extra-Parkflächen und Ordner werden nicht benötigt, da ohnehin nicht so viele Besucher wie in Drebach in den Amtsberger Ortsteil kommen. Sollte das Wetter mitspielen, würde sich ein Abstecher in den Augen von Anita Adler an diesem Wochenende nochmals lohnen. Wenngleich die Krokusse, die zuerst aufgegangen waren, wohl schon verblüht sein dürften. Auch sei die Blüte diesmal etwas spärlicher als in anderen Jahren.


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