Duo nutzt Adventszeit für Spendenaktion

Endlich mal wieder Musik machen und dabei Gutes tun: Das hat sich die Band Michael & Alexander zum Ziel gesetzt. Nun wird das Geheimnis gelüftet, wen die Marienberger als nächstes unterstützen.

Marienberg.

Keine Weihnachtsmärkte, keine Feiern, keine Konzerte, keine Auftritte: Die Corona-Krise hat die Veranstaltungsbranche besonders hart getroffen. Musiker sehnen sich danach, endlich wieder vor Publikum spielen zu dürfen. Da geht es Michael Klotz und Alexander Trillenberg nicht anders. Seit acht Jahren treten sie gemeinsam als das Duo Michael & Alexander auf Partys, Hochzeiten und anderen Veranstaltungen auf. "Zur Adventszeit herrscht normalerweise Hochkonjunktur", sagt Michael Klotz. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Deshalb haben sich die beiden Marienberger etwas Besonderes überlegt - und verbinden dabei ihre Leidenschaft auch noch mit einem guten Zweck.

"Live to help!" nennen die Hobbymusiker ihre Konzertreihe in der Weihnachtszeit. An jedem Adventssonntag, pünktlich 17 Uhr, senden die beiden eine Stunde Livemusik aus dem Studio Lauta und übertragen den Auftritt auf ihrem Youtube-Kanal im Internet. Dabei geht es ihnen aber nicht nur darum, die Zuschauer und Zuhörer zu unterhalten. "Wir wollen auch etwas Gutes tun und Spenden für einen guten Zweck sammeln", erklärt Klotz. Das via Paypal gespendete Geld kommt dabei stets einer anderen gemeinnützigen Organisation zu Gute, ergänzt der 43-jährige Bauinge- nieur.

Am ersten Advent spielten die Musiker für Lukas' Stern. Der Chemnitzer Verein erfüllt schwer erkrankten Menschen Herzenswünsche. Fast 700 Klicks verzeichneten die Künstler. "Und das, obwohl wir erst etwa eine Woche einen Youtube-Kanal hatten", sagt Klotz. Auch die Spendenbereitschaft war hoch. 500 Euro - das Marienberger Duo rundet stets auf - konnten dem Verein übergeben werden.

Der Liveauftritt vom vergangenen Sonntag wurde mehr als 1000-mal angeschaut. 1000 Euro gingen an die Kinder- und Jugendzentren in Lippersdorf und Pobershau. "Eine tolle Aktion", lobt Andreas Haustein, Geschäftsführer der Sozialbetriebe Mittleres Erzgebirge, die die Einrichtungen leitet. "Es ist schön, dass auch an solche Bereiche gedacht wird", ergänzt Haustein. Die Spende soll genutzt werden, um Weihnachtsgeschenke, Ausfahrten und Veranstaltungen finanzieren zu können.

"Uns ist der regionale Bezug wichtig. Große Hilfsaktionen sind medial ohnehin präsent", sagt Klotz. Er lüftet das Geheimnis, wer von den Spenden vom dritten Konzert am morgigen Sonntag profitiert: die alte Flugschule Großrückerswalde, die eine Drogentherapie plus schulische und berufliche Qualifizierung anbietet. "Ich kenne Mitarbeiter von dort und weiß, wie wichtig diese Arbeit ist - für Menschen, die einmal falsch abgebogen sind", sagt der Marienberger. Wohin der Erlös des vierten Auftritts gehen wird, will der Familienvater noch nicht verraten.

youtube.com/user/sevent2010

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