Ehemaliges Gemeindeamt wird zur Arztpraxis

Renate Wolf, die derzeit in Venusberg als Allgemeinmedizinerin tätig ist, hört im kommenden Sommer auf. Den Weg für einen Nachfolger ebnet die Kommune schon jetzt.

Drebach.

Wer Probleme hatte, ist in der Vergangenheit schon oft in dieses markante Gebäude am Venusberger Dorfplatz gegangen. Dabei handelte es sich stets um bürokratische Angelegenheiten, denn darin befand sich die Gemeindeverwaltung. Nun soll das Haus, in dem zuletzt ausschließlich Wohnungen untergebracht waren, wieder zu einem Anlaufpunkt für Menschen mit gewissen Sorgen werden. Allerdings gesundheitlicher Natur, denn Anfang September 2020 ist dort die Eröffnung einer Arztpraxis geplant. Auf seiner letzten Sitzung vor dem Jahreswechsel hat der Drebacher Gemeinderat entsprechende Umbauarbeiten für das Objekt im Ortsteil Venusberg beschlossen.

Anlass für das Projekt ist der angekündigte Abschied von Renate Wolf. Die derzeit in Venusberg arbeitende Allgemeinmedizinerin beendet zum 31. Juni 2020 aus Altersgründen ihre Tätigkeit. Einen Nachfolger hat die Gemeinde mit Markus Fuchs bereits gefunden. "Er stammt aus der Region", sagt Bürgermeister Jens Haustein, der von einem "Glücksfall für die Gemeinde" spricht. Allerdings kam eine Weiternutzung der bisherigen Praxis für den neuen Arzt aufgrund der Bedingungen vor Ort nicht infrage. Entsprechende Voraussetzungen wie eine zentrale Lage, vorhandene Parkplätze und die Anbindung zum öffentlichen Verkehr hat das ehemalige Gemeindeverwaltung zu bieten. "Für den Arzt war auch wichtig, dass sich die Räumlichkeiten im Erdgeschoss befinden", so Haustein. Nötig ist dabei ein Umbau, der Kosten von etwa 100.000 Euro verursacht.

Laut Volker Helbig betrifft die geplante Maßnahme das komplette Erdgeschoss. "Diese rund 170 Quadratmeter sind nach Auskunft des Arztes gerade so ausreichend", erklärte der Sachgebietsleiter Bau während der Gemeinderatssitzung. Zum Vorhaben gehören unter anderem die Verbreiterung der Türen sowie die Erneuerung von Fußboden, Elektrik, Heizung und Sanitärbereich. Außerdem müssen einige Wände neu gesetzt werden - unter anderem im Eingangsbereich. Dort ist eine große Glaswand vorgesehen, die den Eingang vom Hausflur trennt, in dem eine Treppe zu den oben gelegenen Wohnungen führt.

Das Ziel, die Arbeiten bis zum Sommer abzuschließen, hält Helbig für sportlich, aber durchaus realistisch. Schließlich soll die Zeitspanne zwischen Schließung der alten und Eröffnung der neuen Praxis so gering wie möglich ausfallen. Seinen Dienstantritt hat Markus Fuchs für den 1. September geplant. Laut Jens Haustein existiert bereits eine Mietabsichtserklärung, weitere Verträge sollen Anfang des Jahres unterzeichnet werden. "Wir haben alles genau durchgesprochen", betont der Bürgermeister, der bei der Umsetzung des Projekts auf eine versierte Planerin setzt. Mit ihr habe die Gemeinde schon bei Praxisarbeiten in Drebach positive Erfahrungen gesammelt.

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