Ein Abenteuer mit vielen Umleitungen

Motorradfahrer aus der Nähe von Bonn haben bei der diesjährigen Ausfahrt ihres Vereins das mittlere Erzgebirge erkundet. Trotz überraschender Routen wurde es ein Erlebnis.

Zschopau.

Noch sind es drei Jahre, bis die "Veteranenfreunde Siebengebirge" ihr Jubiläum feiern. Doch der Motorradverein aus der Nähe von Bonn, der 2023 sein 40-jähriges Bestehen feiert, unternahm schon diesen Sommer eine ganz besondere Tour. "DKW war für uns ein ganz neues Ziel. In den östlichen Bundesländern waren wir sonst noch nicht gemeinsam unterwegs", erklärt der Vereinsvorsitzende Gerd Lehnert, der mit seinen Vereinskollegen eine unvergessliche Premiere erlebte.

"Das war schon Abenteuer pur", sagt der 60-Jährige über die insgesamt viertägige Tour. Damit meint er unter anderem die Landschaft, die für die "Veteranenfreunde Siebengebirge" immer am wichtigsten ist. Ihnen ging es zwar auch darum, viel über ostdeutsche Marken zu erfahren. Deswegen machten sie auf ihrem Weg nach Zschopau zunächst auch in Thüringen Station, der Heimat von Simson. Doch Hauptziel war die Geburtsstadt von DKW und MZ, in der ein Besuch im Motorradmuseum von Schloss Wildeck zum Programm gehörte. Die meiste Zeit verbrachten die Biker aber im Sattel, denn nicht nur laut Lehnert ist das Fahrgefühl einfach am schönsten. Und das genossen die Besucher im Erzgebirge in vollen Zügen: "Sehr kurvenreich, immer bergauf und bergrunter - einfach ein absolutes Highlight."

Als Abenteuer bezeichnet der Vereinschef die 250 bis 300 Kilometer pro Tag aber auch deshalb, weil es schwierig war, die geplanten Routen einzuhalten. "Ich habe noch nie so viele Umleitungen erlebt", sagt Lehnert, der sich mancherorts auch über die zahlreichen Ampeln wunderte: "Mitunter waren die gar nicht nötig." Auch wenn es manchmal etwa länger dauerte, den anvisierten Zwischenstopp zu finden, so kamen die Veteranenfreunde dank der freundlichen Unterstützung einiger Einheimischer doch immer an.

"Irgendeine Straße gibt es immer", lautet das Motto der Biker. "Und die kleinsten sind fast immer die schönsten", sagt Lehnert, der sich in dieser Einschätzung wieder einmal bestätigt sah: "Eine tolle Natur gibt es hier." Dass andere Sehenswürdigkeiten und Museen mitunter links liegen blieben, hatte auch seinen positiven Aspekt: "Das waren Anstöße, garantiert noch einmal wiederzukommen. Dann vielleicht individuell und etwas länger."

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