Entwurf für Parkanlage in Zschopau steht

Die Stadt will ein 3500 Quadratmeter großes Teilstück des denkmalgeschützten Seminargartens gestalten und öffentlich zugänglich machen. Der Stadtrat hat den Weg für die weitere Planung frei gemacht. Die Abstimmung war jedoch knapp.

Zschopau.

Die Pläne für die Neugestaltung des städtischen Teils des Seminargartens am Zschopauer Gymnasium werden konkret. Den Entwurf für das 3500 Quadratmeter große Gelände hat Planerin Franziska Nestler zur jüngsten Stadtratssitzung vorgestellt. In der Mitte soll eine Rasenfläche und an den Rändern ein Sichtschutz aus Hecken entstehen. Den Charakter des Ortes mit den hohen Bäumen will die Planerin erhalten.

Zu den baulichen Elementen gehören drei Sitzstufen aus Beton, die den Blick auf eine gepflasterte Fläche freigeben. Das an ein Amphitheater erinnernde Konstrukt kann bei Veranstaltungen als Bühne genutzt werden. Für Kinder ist zudem ein kompaktes Spielgerät vorgesehen, für Jugendliche eine ebene Fläche mit einer Tischtennisplatte. Vom Eingang gegenüber dem Stadtcafé führt ein eineinhalb Meter breiter, gepflasterter Weg in den Park. Auch die Einfriedung soll erneuert werden.

Den finanziellen Rahmen über 367.000 Euro hatte der Stadtrat im Mai vorgegeben. In jener Sitzung passierte auch der Doppelhaushalt 2019/2020 das Gremium. Wobei Oberbürgermeister Arne Sigmund (parteilos) im Juni nochmals über den Planungsauftrag abstimmen ließ - diesmal ohne Klausel, wonach der Auftrag erst nach Eintrag des neuen Eigentümers ins Grundbuch hätte erfolgen dürfen. Weil der Passus das Projekt um bis zu ein- einhalb Jahre verzögert hätte, hatte Sigmund Widerspruch eingelegt.

Auf Grundlage des Planentwurfs, in den auch Ideen von Stadträten einflossen, soll nun die Genehmigungsplanung erarbeitet werden. Dazu hat der Stadtrat erneut einen Beschluss gefasst - diesmal mit einer nur hauchdünnen Mehrheit von neun Ja- zu acht Nein-Stimmen.

Während Niels Sigmund (Grüne/FDP) die Vorlage begrüßte, störte sich Jürgen Hetzner (Linke) an den Ausgaben. Die für die Gestaltung der Parkfläche genannte Summe sei ihm in dieser Größenordnung neu. Hinsichtlich des Seminargartens sprach er von einem weiteren Großprojekt. Von den Gesamtkosten trägt die Stadt allerdings nur einen Bruchteil: Für die Sanierung des im Eigentum des Erzgebirgskreises verbleibenden Parkteils steuert Zschopau Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" bei. Vereinbart ist ein Höchstbetrag von 921.000 Euro. 20 Prozent - also maximal 184.000 Euro - soll die Stadt aus der eigenen Tasche zahlen. Im März hatte der Rat einer entsprechenden Sanierungsvereinbarung mit dem Landkreis zugestimmt (elf Ja, einmal Nein, sechs Enthaltungen).

Auch das Votum für die Herauslösung des städtischen Teils und den Grunderwerb im Mai fiel deutlich aus. Für den Kauf sind 20.000 Euro im Haushalt eingestellt. 8t0 Prozent der Summe bekommt die Stadt gefördert. Der gleiche Fördersatz gilt für die Gestaltung dieser Fläche, womit Zschopau unterm Strich rund 77.400 Euro selbst tragen muss.

Jens Wagner (BFW) bemängelte einen fehlenden Zugang für Pflegearbeiten. Laut OB Sigmund gibt es aber einen Zugang über ein Grundstück des Abwasserzweckverbandes. Mit dem Verband sei darüber gesprochen worden. Veikko Bartsch (BFW) mahnte dazu eine schriftliche eine Vereinbarung an.

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