Französischunterricht der etwas anderen Art begeistert Publikum

Um der Partnerschaft zwischen Drebach und Saint Valérien frischen Schwung zu verleihen, hat ein junger Drebacher mehrere Musiker zusammengetrommelt. Die wurden am Samstag im Bürgerhaus gefeiert.

Drebach.

Noch dauert es etwas, bis Paul Haustein sein Lehramtsstudium für die Fächer Französisch und Sozialkunde abschließen wird. Doch seine erste "Unterrichtsstunde" hat der 22-jährige Drebacher, der in Jena studiert, schon gegeben. Wie in der Grande Nation gesprochen, gefeiert und getanzt wird, zeigte er mehr als 200 begeisterten Besuchern am Samstagabend im Drebacher Bürgerhaus. Bei der "Soirée Francaise", dem französischen Abend, ging es aber nicht allein um die Sprache, sondern vor allem um Spaß und Partnerschaft.

So lange, bis Drebach und Saint Valérien im Jahr 2020 das 25-jährige Bestehen ihrer Kooperation feiern, wollte und konnte Paul Haustein einfach nicht warten. "So eine Partnerschaft muss man leben", erklärt der Sohn von Bürgermeister Jens Haustein, warum er einfach mal Musiker aus beiden Regionen zusammentrommelte. Für Drebach gingen Gordon Reuter und Band sowie Johanna Glöckner an der Seite von Falk Eidner auf die Bühne. Am Ende gehörte diese aber der Zic-et-Zinc-Street-Band, die den Kultursaal förmlich rockte. Großer Worte bedurfte es keiner, die Gäste aus Frankreich ließen einfach ihre peppigen Blasinstrumente sprechen - und schon war die Tanzfläche voll.

"Zic steht für Musik und Zinc für das Metall, aus dem ihre Instrumente sind", erklärt Haustein, der schon länger Kontakt zur Street-Band hat. Als er nach seinem Abitur ein Auslandsjahr in Saint Valérien verbrachte, war der Tubaspieler sein Nachbar. Genoss der Student einst die Gastfreundschaft der Franzosen, so wollte er sich nun revanchieren. Er bot den zehn jungen Musikern nicht nur eine Bühne, sondern zeigte ihnen auch zwei Tage lang seine Heimat. "Erst waren wir in Dresden, dann haben wir uns Drebach inklusive der Sternwarte näher angeschaut", berichtet Haustein.

Höhepunkt des Besuchs war der gemeinsame Auftritt der Künstler, der unter dem Motto "Ein Konzert unter Freunden" stand. Dabei brachte Paul Haustein das Publikum auch selbst zum Schmunzeln, mitunter auch zum Nachdenken. Er war nicht nur ein humorvoller Moderator, sondern streute auch ab und zu seine "Poetry-Slams" ein. "Das ist mein Hobby", sagte der 22-Jährige zu seinen Reimen im Rhythmus der Musik. Einer davon handelte von unvergesslichen Momenten, so wie sie über 200 Besucher am Samstag im Bürgerhaus erlebten. Die einhellige Meinung am Ende des Abends: "Es sollte mehr davon geben."

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