Für den Gansbach ist das Bett gerichtet

Die Projekte zum Hochwasserschutz in der Zschopauer Sandgrube und im Badgelände kommen voran. Doch bis das Gewässer fließen kann, gilt es eine Engstelle herzurichten.

Zschopau.

Auf dem Gelände des früheren Zschopauer Freibades ist das neue Bett für den Gansbach gerichtet. Ein Großteil des leicht mäandernden Verlaufes haben die Bauleute profiliert und große Steine als Untergrund eingebracht. Bis Oktober wird ein Unternehmen aus Großrückerswalde mit der Umverlegung des Bachlaufes an den Rand des Geländes zu tun haben, schätzt Thomas Berger, Sachgebietsleiter im Zschopauer Bauamt. Am Ende muss das Gewässer durch eine Engstelle zwischen Badgebäude und Hang geführt werden. Für diesen Bereich sind Betonformteile vorgesehen. Zuvor ist der Hang etwas abzutragen, erklärt Berger.

An der Stelle, an der sich einst die Becken befanden, ist inzwischen eine Baugrube zu sehen. Nur Teile der Traverse, unter der noch immer der verrohrte Bach fließt, sind erhalten geblieben. Aus dem Fördertopf zur Hochwasserschadensbeseitigung stellt der Freistaat für das Projekt 1,48 Millionen Euro bereit.

Der Abbruch spart der Kommune später beim Verwirklichen ihrer Naturbad-Pläne Bares. Drei Entwürfe, die zeigen, wie das Naturbad einmal aussehen könnte, liegen im Rathaus auf dem Tisch. Alle Varianten kommen mehr oder weniger ohne die Altsubstanz aus. Mit dem vollständigen Abriss würde sich laut Stadtverwaltung beim Bau des Naturbades eine Kostenersparnis von 70.000 Euro ergeben. Im Herbst will Oberbürgermeister Arne Sigmund die Planungsvarianten öffentlich vorstellen.

Auch die Umsetzung des Hochwasserschutzkonzeptes in der Sportanlage "In der Sandgrube" kommt voran. Berger rechnet bis Ende September mit der Fertigstellung. Von den Schutzvorkehrungen ist kaum noch etwas zu sehen. Spundwände sind eingebracht, Erdreich angefüllt. Eine asphaltierte Straße begrenzt den Wall.

Nun sind noch Restarbeiten zu erledigen: Bitumen fertig aufzubringen, die Laufbahn instandzusetzen, Zaun aufzubauen und Rasen anzusäen. Auch dieses Projekt im Rahmen des Wiederaufbauplanes zum Hochwasser 2013 fördert der Freistaat zu 100 Prozent. 1,4 Millionen Euro wurden veranschlagt. Ein Drebacher Tiefbauunternehmen hatte unter vier Mitbewerbern mit knapp 511.400 Euro das niedrigste Angebot vorgelegt.

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