Gäste finden noch nicht überall Einlass

Lockerungen der Corona-Einschränkungen ermöglichen wieder mehr Freizeitaktivitäten. So dürfen Museen wieder öffnen. Doch die Resonanz fällt unterschiedlich aus.

Erzgebirge.

Zoos und Tiergehege dürfen ebenso wieder ihre Türen öffnen wie Bibliotheken und Museen. In den Kommunen wird von der Möglichkeit unterschiedlich Gebrauch gemacht.

In Annaberg-Buchholz öffnet vorerst nur die Manufaktur der Träume als Museum. Montags bis samstags von 10 bis 16 Uhr können die 1000 Exponate erzgebirgischer Volkskunst unter Beachtung der Hygienevorschriften wieder entdeckt werden. Über die Öffnung des Erzgebirgsmuseums sowie des Frohnauer Hammers werde nach den Erfahrungen der ersten Woche entschieden, erklärte Stadtsprecher Matthias Förster.

Das Schlettauer Schloss wird erst nur über das lange Himmelfahrtswochenende vom 21. bis 24. Mai seine Türen öffnen. Danach werde nur an Wochenenden geöffnet - jeweils von 10 bis 17 Uhr. Zum einen brauche man die Zeit, um alle notwendigen Vorkehrungen zur Einhaltung der Hygiene- und Abstandsmaßnahmen treffen zu können, begründete Conny Göckeritz, Geschäftsführer des Schlossfördervereins. Zum anderen lohne es sich nicht wirklich, das Schloss auch unter der Woche zu öffnen. 90 Prozent der Gäste seien normalerweise Touristen. Doch die gebe es aktuell nicht.

In Oberwiesenthal steht laut Bürgermeister Mirko Ernst aktuell für das gesamte Kulturzentrum K 3 - zu dem das Museum gehört - noch kein Eröffnungstermin. "Der Grund liegt vor allem in der aktuellen Untersagung der touristischen Beherbergung und in der fehlenden Gaststättenöffnung", begründet er. Derweil werde die Zeit im Haus unter anderem für die Pflege von Nachlässen und des Buchbestandes sowie für grundhafte Reinigung genutzt.

In Gelenau befindet sich das Erste Deutsche Strumpfmuseum ohnehin noch im Umbau, ist die Belegschaft mit der Um- und Neugestaltung beschäftigt. Einen Termin für die Neueröffnung gibt es noch nicht - wird aber rechtzeitig bekannt gegeben, verspricht Nancy Müller vom örtlichen Kulturamt. Auch im Depot Pohl-Ströher ist derzeit planmäßig geschlossen. Dort wird die Sommerschau vorbereitet, die dann ab 1. Juli planmäßig ihre Türen öffnen soll. Dagegen macht das DDR-Museum am morgigen Freitag erstmals nach der coronabedingten Schließung wieder seine Türen auf. "Wir weisen die Gäste mit Schildern auf ausreichend Abstand und auf das Tragen von Masken hin", sagt Andrea Müller. Besucht werden kann die Einrichtung wieder wie gewohnt freitags von 13 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr.

Die Burg Scharfenstein ist so wie das Schloss Lichtenwalde und das Schloss Augustusburg wieder zugänglich. Es gelten die regulären Öffnungszeiten. Zu sehen gibt es die Sonderausstellung "Unser Sandmännchen". Die Anzahl der Gäste ist begrenzt. Über den Onlineshop lassen sich Zeittickets erwerben.

In Seiffen sind ab dem morgigen Freitag die beiden Museen wieder geöffnet. Im Spielzeugmuseum (täglich von 10 und 17 Uhr) sind derzeit Sonderausstellungen etwa zum Reifendrehen zu sehen. Auch das Erzgebirgische Freilichtmuseum empfängt Gäste (täglich 10 bis 17 Uhr). Dort gibt es beispielsweise Vorführungen des Reifendrehers. Während die Bibliothek bereits wieder geöffnet ist, soll ab morgen auch wieder die Tourist-Info zugänglich sein.

Coronavirus: Unser Angebot zur Lage in Sachsen, Deutschland und der Welt

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.