Gornauer Firma bekommt Intec-Preis

Die Kunststofftechnik Weißbach hat in Leipzig eine Fachjury überzeugt: mit ihrer Kinder- und Jugendarbeit.

Gornau.

Von der vorige Woche zu Ende gegangenen Fachmesse Intec in Leipzig hat das Gornauer Familienunternehmen Kunststofftechnik Weißbach (KTW) eine Auszeichnung mit nach Hause gebracht. Das Team um Geschäftsführer Peter Weißbach wurde mit dem Intec-Preis für Nachwuchsarbeit ausgezeichnet. Bei der Messe für Fertigungstechnik, Werkzeug- und Sondermaschinenbau mit mehr als 1000 Ausstellern haben die Gornauer eine Fachjury überzeugt. Mit einer zielgerichteten und engagierten Nachwuchspolitik sei es dem Familienunternehmen gelungen, dem Fachkräftemangel entgegen zu steuern, heißt es zur Begründung. Das Engagement reiche von der Kinder- und Jugendarbeit über die Berufsausbildung bis zur aktiven Teilnahme an Ausbildungsmessen.

KTW engagiert sich bei Ausbildungsmessen und Bildungseinrichtungen in der Region, pflegt Kontakt zur Zschopauer August-Bebel-Schule, um Schülern Einblick in technische Berufsbilder zu geben. Das Unternehmen bietet Schulabgängern eine Ausbildung in teamorientierter Zusammenarbeit mit Fachpersonal und an modernen Maschinen. Ein Teil einer Produktionshalle wurde zum Lehrbereich umfunktioniert und mit verschiedenen Werkzeugmaschinen ausgerüstet.

In Leipzig zeigte die KTW am Gemeinschaftsstand der Wirtschaftsförderung Erzgebirge neben Know-how im Bereich Anlagen- und Behälterbau und der Verarbeitung von Halbzeugen eine vollautomatische Desinfektionsanlage zur umweltschonenden Bekämpfung von Legionellen in Trink- und Industriewasseranlagen. Legionellen sind eine Gattung stäbchenförmiger Bakterien, die im Wasser leben und sich bei Temperaturen zwischen 25 und 50 Grad Celsius vermehren. Bestimmte Arten können die gefürchtete Legionärskrankheit auslösen - eine Lungenentzündung, die einen lebensgefährlichen Verlauf nehmen kann.

Die KTW-Entwicklung arbeitet mit einem Membranelektrolyseverfahren, bei dem aus Salzsole ein Chlorgas entsteht, das mit Wasser vermischt wird. Diese Lösung wird zur Desinfektion in das Trinkwassernetz oder die Kühlwasserleitung eingespeist. Kleinste Mengen genügen laut Herstellerangaben, um Legionellen nachhaltig zu bekämpfen.

Das Familienunternehmen fertigt seit 25 Jahren kundenspezifische Lösungen aus Kunststoff. 58 Mitarbeiter fertigen heute eine breit gefächerte Palette von Bauteilen, Behältern bis zu komplexen Großanlagen für Industriebereiche wie Maschinenbau, Medizin- und Umwelttechnik sowie Halbleiterindustrie.

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