Im "Wunderland" bleiben Preise stabil

In Börnichen wird für Eltern die Betreuung ihrer Kinder nicht teurer. Mit dieser Entscheidung will der Gemeinderat auch ein Zeichen setzen.

Börnichen.

Die Elternbeiträge für die Kinderbetreuung in Börnichen werden nicht erhöht. Das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Demnach kostet ein Krippenplatz in der gemeindeeigenen Kindertagesstätte "Wunderland" weiterhin 180 Euro. Der Elternbeitrag für die ebenfalls neunstündige Betreuung im Kindergarten beträgt 108 Euro. Die Hortgebühr liegt bei 60 Euro. Mit diesen Beiträgen rangiert die Gemeinde genau in der Mitte des gesetzlich vorgegebenen Spielraums und gehört bei der Betreuung von Krippen- und Kindergartenkindern zu den günstigsten im Kreis.

"Die Renovierung des Gebäudes ist komplett abgeschlossen, für 2020 sind keine zusätzlichen Kosten zu erwarten", sagte Bürgermeister Frank Lohr (parteilos). "Deshalb können wir die Beiträge auch so lassen." Die seit 1. Januar 2019 und nun auch fürs kommende Jahr gültigen Gebühren waren im September 2018 vor dem Hintergrund der umfangreichen Baumaßnahmen im und am Gebäude per Gemeinderatsbeschluss um 6 (Kindergrippe) beziehungsweise 8 Euro (Kindergarten) erhöht worden. In der 1969 eingeweihten Kindereinrichtung waren 2018 Bauleistungen in Höhe von rund 325.000 Euro vorgenommen worden. Das Gebäude wurde energetisch saniert und erhielt einen Anbau. Mit der Erweiterung erhöhte sich die Kapazität von 52 auf 65 Betreuungsplätze. "Dadurch steigen auch die Kosten etwa für Reinigung und Heizung", begründete Bürgermeister Lohr damals die "leichte Anhebung".

Börnichens Gemeinderat sprach sich am Montagabend ebenfalls gegen ein Anheben der Gebühren aus. "Wir liegen im Vergleich mit anderen Gemeinden gut im Schnitt", sagte etwa Klemens Helwig (Freie Wählervereinigung). Sein Fraktionskollege Thomas Reichel sagte: "Die Preise nicht zu erhöhen, steht der Gemeinde auch gut zu Gesicht." Für Bürgermeister Lohr sei die Entscheidung ein Zeichen, "ein Stück Förderung junger Familien".

Kita-Chefin Susan Tonat sagte: "Als Mutter finde ich es gut, dass man nicht mehr bezahlen muss. Und als Leiterin der Einrichtung freue ich mich über das soziale Denken in der Gemeinde."

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