In der Bierfabrik soll nun auch gebraut werden

Uwe Gottwald will sich einen lange gehegten Traum erfüllen. In Wünschendorf stehen bereits große Metallbehälter bereit. Ab Herbst sollen alle Kunden in den Genuss der Spezialitäten kommen können.

Wünschendorf.

In der Bierfabrik in Wünschendorf stehen die Zeichen auf Veränderung: Im hinteren Teil befinden sich große glänzende Metallbehälter. Einige sind noch verpackt. In den nächsten Monaten sollen diese durch weitere technische Geräte ergänzt und komplett aufgebaut werden. Läuft alles nach Plan, dann braut Uwe Gottwald, Inhaber der Bierfabrik, damit die Gerstensäfte, die die Gäste während der dort stattfindenden Veranstaltungen genießen können.

Damit erfüllt sich der Bier-Sommelier und Hobbybrauer einen lange gehegten Traum. Der begann vor Jahren unmittelbar nach dem Besuch eines Bier-Sommelier-Seminars. Heute braut er etwa 200 Liter pro Jahr für seinen Eigenbedarf. Ab Herbst sollen dann alle Kunden in den Genuss der handwerklich gebrauten Bierspezialitäten kommen können. Die Investitionen für das Vorhaben bewegen sich im fünfstelligen Bereich. Allerdings will sich der Sommelier dafür nicht verschulden. Schließlich ist das Bier derzeit noch sein Hobby. Hauptberuflich arbeitet er als Angestellter der Freiberger Brauerei, in der er für die Veranstaltungstechnik verantwortlich ist. Den Aufbau seiner eigenen kleinen Brauerei möchte er mit seinen Live-Veranstaltungen in der Bierfabrik finanzieren. Seit Januar befindet sie sich an der Wünschendorfer Bahnhofstraße direkt an der Flöha.

Bereits im vergangenen Jahr hat es vier gut besuchte Veranstaltungen gegeben. Die diesjährige Saison startet heute mit Hand gemachtem Deutschrock, den Bernd Birbils mit seiner Gitarre und seiner Stimme live darbieten wird. Der Saal bietet Platz für 200 Besucher. Setzt sich der Gästezahlentrend aus dem vergangenen Jahr fort, wird er diesen auch brauchen. Bier gibt es natürlich auch. So serviert Uwe Gottwald unter anderem "Simco 3", ein US-amerikanisches Pale Ale vom Fass mit besonders fruchtigem Geschmack.

Insgesamt fünf Biere stehen an den Live-Abenden auf der Karte. In einem kleinen abgegrenzten Laden innerhalb der Bierfabrik befinden sich 120 Sorten verschiedener Craft-Biere. Dabei steht das Craft für Handwerk. Das bedeutet, Craft-Biere sind handwerkliche Spezialitäten. Alle Kontinente sind in der Sammlung des Wünschendorfers vertreten. Für einige Sorten muss der Kunde schon einmal weit mehr als zehn Euro berappen. Das gilt unter anderem für eine Kölner Spezialität, für die Champagnerhefe verwendet worden ist.

Live-Musik in der Bierfabrik gibt es am 18. März mit Bernd Birbils, am 15. April mit einer Irischen Nacht und Rattlin' Bog, am 20. Mai mit einem Erzgebirgs-Open-Air, am 2. Oktober mit Chmelli, am 18. November mit einem Überraschungsgast sowie am 25. Dezember mit der Erzgebilly-Weihnachtsparty. Einlass ist jeweils ab 18.30 Uhr, Beginn ist jeweils 19 Uhr. Die nächste Craft-Beer-Verkostung findet am 13. Mai ab 19 Uhr statt. www.bierfabrik-erzgebirge.de

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