Junge Tänzer legen los - wenn auch mit Abstand

Die Kindergruppen sind aus dem Klein Tiroler Fasching nicht wegzudenken. Nun gibt es eine neue, und geleitet wird sie von Zwillingsschwestern, die ihre ersten tänzerischen Schritte selbst in dem Gornauer Ortsteil lernten.

Dittmannsdorf.

Der Klein Tiroler Fasching ist die größte Initiative innerhalb des Heimatvereins Dittmannsdorf. 1995 gegründet, entwickelte er sich binnen weniger Jahre zu einem bedeutenden Fasching in der Region. Seit vielen Jahren gehören auch Kindertanzgruppen dazu, die ihr Können unter anderem bei den jährlichen Programmen der Klein Tiroler Narren aus dem Gornauer Ortsteil unter Beweis stellen.

Dafür trainieren die Heranwachsenden, in Altersgruppen aufgeteilt, regelmäßig. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten diese Übungsstunden ausfallen; auch die elf Mädchen im Alter zwischen fünf und elf Jahren, die von Nicole Wollnitzke, Kerstin Hänel und Laura Adam trainiert werden, durften seit März nicht mehr tanzen. Diese Zeit ist nun dank gelockerter Regeln vorbei, und die Kinder können in der Sport- und Kulturhalle Dittmannsdorf wieder proben. "Nach der obligatorischen Erwärmung haben wir zunächst schon Einstudiertes wiederholt", so Nicole Wollnitzke. Das alles hat, nachdem die Trainerinnen den Kindern erklärt hatten, dass sie zueinander Abstand halten sollen und daher bestimmte tänzerische Figuren nicht proben können, erstaunlich gut geklappt. "Wir waren überrascht, wie verständig die Mädchen sind", sagt Kerstin Hänel, die bei einer der ersten Übungsstunden Besuch bekam.

Die Zwillingsschwestern Marie und Heidi Nitsche schauten bei Kerstin Hänel vorbei. Die drei kennen sich gut, denn die 37-Jährige hat vor Jahren auch die beiden Schwestern trainiert und bei ihnen die Freude am Tanz geweckt. Nun haben sich Marie und Heidi Nitsche entschlossen, ihre Begeisterung für das Tanzen weiterzugeben und auch als Trainerinnen in Aktion zu treten. "Wir haben eine dritte Kindertanzgruppe ins Leben gerufen, in der wir Drei- bis Sechsjährige mit kindgerechter Musik an die Bewegung heranführen", sagt Heidi Nitsche, die sich mit ihrer Schwester über die große Resonanz auf ihre Aufrufe zur Gründung der Gruppe gefreut hat.

17 Mädchen und ein Junge werden demnächst zum ersten Mal gemeinsam trainieren. "Tanzen", sagt Marie Nitsche aus eigener Erfahrung, "ist für die Jüngsten eine wunderbare Möglichkeit, ihren Körper zu spüren und bewusst zu steuern." Sie lernen dabei die Füße gezielt zu setzen und schulen das kognitive Verhalten. Auch Konzentration, Disziplin und Taktgefühl werden gefördert. Nicht zu unterschätzen, ergänzt Heidi Nitsche, ist auch das Erlernen von sozialen Kompetenzen, denn die jungen Tänzer müssen in der Gruppe ihren Platz finden und behaupten.

Im Vordergrund steht aber zunächst einmal, Spaß zu haben. "Und irgendwann tanzen sie vielleicht einmal bei der Funkengarde des Klein-Tiroler Faschings mit", hofft Marie Nitsche.

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