Künstlereier haben eine lange Anreise hinter sich

Im Gelenauer Depot Pohl-Ströher bereichern Exponate aus der Sammlung der Hannoveranerin Christine Suckert die diesjährige Osterschau. Sie ist schon in vielen Ausstellungen zu Gast gewesen und freut sich jetzt aus einem besonderen Grund auf Gelenau.

Gelenau.

Ganz besondere Künstlereier aus dem Besitz der Hannoveranerin Christine Suckert sind während der Osterschau im Depot Pohl-Ströher in Gelenau zu sehen. Die Sammlerin sucht ihre Stücke dabei nach einfachen Kriterien aus. "Sie müssen mir gefallen, so einfach ist das", sagt Christine Suckert. Unter den Exponaten befinden sich auch 63 Frauengesichter, die auf Eiern verewigt wurden.

Christine Suckert hat die Osterschau gemeinsam mit ihrem Ehemann Ulrich besucht. "Ich werde bestimmt viele Fotos machen, denn die Osterschau ist wirklich ganz großartig", schätzt die 77-Jährige ein. Sie muss es wissen, denn es dürfte wohl kaum eine Osterausstellung geben, die sie noch nicht gesehen hat. Im Kloster Andechs in Bayern hat sie sich umgesehen, in Osterausstellungen in Köln ist sie gewesen, selbst Märkte in der Schweiz sind vor ihr nicht sicher. "Der Name Pohl-Ströher ist mir seit vielen Jahren ein Begriff. Ich habe Erika Pohl-Ströher nie persönlich getroffen, sie hatte aber einen guten Ruf als Sammlerin. Und nun stelle ich meine Sachen im Depot aus, das ihren Namen trägt", freut sich die Sammlerin.


Die jetzt gezeigten Künstlereier musste Christine Suckert nicht einmal selbst nach Gelenau bringen, denn diese wurden von Depot- und Ausstellungsleiter Michael Schuster und Ausstellungsmitarbeiter Eckart Holler aus Hannover abgeholt. "Dabei hatten sie die freie Auswahl, und sie haben sich für die Eier mit den Frauengesichtern entscheiden. Das war eine gute Wahl", zollt die Sammlerin den Museumsleuten Respekt. Dabei hätten es noch ganz andere Motive sein können, auch Eier, die Christine Suckert selbst fertigt. "Ich bearbeite die Eier mit einem Zahnarztbohrer, und heraus kommen sehr schöne Muster", erzählt Christine Suckert.

Zu sehen sind auch Eier mit floralen Motiven und ganz verwitterte, als hätte der Zahn der Zeit an ihnen genagt. Und es gibt eine Menge zu entdecken, Karikaturen etwa, oder Märchenmotive, alles filigran und künstlerisch.

"Ich habe auch nie die Eier eines bestimmten Künstlers gesammelt, immer nur die, die mir gefallen", sagt Christine Suckert, die die Sammelleidenschaft mit ihrem Mann Ulrich teilt. Er allerdings sammelte Jugendstilfliesen und hat sich seit einigen Jahren auf chinesische Figuren spezialisiert.

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