Musik und Duft liegen wieder in der Luft

Das erste Türchen des Lebendigen Adventskalenders von Zschopau hat sich am Donnerstag geöffnet. Dabei wurde deutlich, wie sehr diese Tradition vielen MenschenamHerzen liegt.

Zschopau.

Großer Andrang an der Erzgebirgssparkasse muss nichts mit günstigen Krediten zu tun haben. Stattdessen waren es Glühwein, süße Leckereien und vor allem liebevoll gesungene Weihnachtslieder, die am Donnerstagabend mehr als 100 Besucher in die Zschopauer Filiale lockten. Dort hatte sich das erste Türchen des Lebendigen Adventskalenders geöffnet - und dahinter steckte der Ehemaligenchor des Zschopauer Gymnasiums, der für seinen Auftritt viel Beifall erhielt.

"Der Lebendige Adventskalender ist zu einer Tradition geworden, die Zschopau in der Vorweihnachtszeit sehr belebt. Er stimmt die Menschen auf das Fest ein", sagt Oberbürgermeister Arne Sigmund, der die Veranstaltung eröffnete. Am Ende durfte der Weihnachtsmann natürlich nicht fehlen. Denn während die Erwachsenen bei Glühwein, Spekulatius und Speckfettbrot die Gelegenheit zum Plausch nutzten, staubte so manches Kind sein erstes Geschenk ab. "Genau das macht die Zeit kurz vor Weihnachten aus", findet Filialleiter Thomas Stanzel, für den die Teilnahme an der Aktion ein Muss ist. "Seit wir mitmachen, waren nie weniger als 100 Leute da", so Stanzel. Wichtig ist ihm, mit der Aktion Musikern direkt aus der Region eine Bühne zu bieten. Diesmal gab eine Mitarbeiterin, die selbst im Chor von Karin Steidel singt, den Tipp. Wer 2020 auftritt, weiß Stanzel noch nicht. "Aber der Donnerstag vor dem Weihnachtsmarkt ist schon fest im Terminkalender markiert."

Eine Fortsetzung der Adventskalender-Tradition, die 2014 von der Mozart-Gesellschaft ins Leben gerufen wurde, liegt laut Sigmund auch der Stadt am Herzen. Ohne den einstigen Veranstalter kümmerte sich daher in diesem Jahr mit Anja Hubatsch eine Zschopauer Mitarbeiterin um das Projekt. Mit mehreren Gewerbetreibenden stellte sie ein Programm auf die Beine, das elf Auftritte umfasst. Obwohl sich nicht jeden Tag ein Türchen öffnet, wird "der mitunter stressigen und schnelllebigen Zeit ein bisschen Besinnlichkeit eingehaucht". Diesen Freitag ist die Stadtbibliothek im Schloss an der Reihe. Wer auftritt, soll möglichst eine Überraschung bleiben. "So wie beim richtigen Adventskalender", sagt Anja Hubatsch.

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