Netzwerk Nachbarschaftshilfe bereit für Einsätze

Junge Leute aus Raschau stehen in den Startlöchern, um zu helfen. Ältere Leute sollen sich nicht scheuen, sich zu melden.

Raschau.

Auf der Internetseite Nachbarschaftshilfe-Erz.de haben sich bereits fast 100 Helfer eingetragen, die anderen Menschen in der Region helfen wollen, die Corona-Krise gut zu überstehen. "Vor allem den älteren Leuten oder jenen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden, die krank sind oder wo die Kinder und Enkel derzeit nicht wie gewohnt helfen können, möchten wir helfen", sagt Maximilian Teumer, der die Aktion spontan ins Leben gerufen hat. Der junge Mann aus Raschau ist bekannt für sein soziales Engagement. Und Mitstreiter, die mit anpacken wollen, habe er bereits reichlich. "Leute, die Hilfe brauchen, sollen sich nicht scheuen, und uns kontaktieren", sagt er.

Doch diejenigen, die vielleicht dringend Unterstützung brauchen, sind oft nicht so mit den modernen Medien vertraut. Aber sie lesen Zeitung. Also wandte sich Maximilian Teumer an "Freie Presse" mit der Bitte, die Nachbarschaftshilfsaktion bekannt zu machen. Mittlerweile haben die Initiatoren des Netzwerks auch eine separate Rufnummer, unter der sich Hilfesuchende gern melden können. "Die Nummer wird täglich von 10 bis 16 Uhr besetzt sein. Der Mann, der sich dort meldet, wird die Hilfe koordinieren. Wir haben Helfer von Marienberg und Annaberg über Lugau bis Oberwiesenthal und Aue-Schwarzenberg", zählt Teumer auf. Auch Vereine wie die komplette Feuerwehr aus Waschleithe haben Unterstützung zugesagt. Natürlich können sich weiterhin Unterstützer - vielleicht auch für die langfristige Koordination - melden.

Ziel sei es zunächst, zu verhindern, dass sich ältere Menschen durch Einkäufe selbst in Gefahr begeben. Es müsse doch gelingen, die Ansteckungsgefahr zu vermeiden, die Infektionskette zu unterbrechen. Geht es nach Maximilian Teumer, so hält er es in seiner Vorstellung sogar für möglich, wie es die Band Silbermond in ihrem Hit besingt: "Irgendwas das bleibt".

Die Hilfe erfolgt "kontaktlos": Nach der Bestellung übers Telefon werden Einkäufe oder dringende Besorgungen wie Medikamente vor die Tür gestellt, das Geld im Gegenzug im Briefumschlag zur Tür herausgereicht. Ein Betreten der Wohnungen ist somit nicht notwendig und nicht vorgesehen.

www.nachbarschaftshilfe-erz.de


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