Pflegeleichte Weinbeere mundet Gärtnerin

Gartenmeisterschaft: Die Kletterpflanze erinnert an eine Himbeere - und eignet sich bestens zum Weiterverarbeiten. Man kann sie aber auch gleich mit Milch und Zucker genießen.

ZSCHOPAU.

Im Garten von Sigrid Dübner wächst alles so, wie es Mutter Natur geschaffen hat. Statt englischem Rasen, fein geschnittenen Hecken oder niederwüchsigem Baumspalier bedecken Kräuter, Sträucher und unzählige Wildblumen den übersichtlichen Streifen Gartenland hinter ihrem Haus an der Witzschdorfer Straße im Norden von Zschopau.

Eine wegüberspannende Pergola zieht automatisch den Blick der Besucher auf sich. Zwischen wildem Wein und einer schwarzen Himbeere macht sich dort eine Kletterpflanze breit, die in der regionalen Gartenwelt eher selten vorkommt. "Ein wenig erinnert sie an unsere heimische Himbeere", erklärt Sigrid Dübner. Rotborstige Himbeere heißt die Japanische Weinbeere deshalb auch, und Sigrid Dübner bewirbt sich damit bei der Gartenmeisterschaft der "Freien Presse" und der Raiffeisen Handelsgenossenschaft Erzgebirge (RHG).

Vor fast zehn Jahren war die Hobbygärtnerin auf der Suche nach einer neuen Rarität für ihren ausgefallenen Garten im Internet gestoßen. Die 30 Zentimeter große Pflanze, die der Himbeere gleich zur Familie der Rosengewächse zählt, wuchs sehr schnell, bekam drei Jahre später ihren heutigen Standort. Und schon bald erinnerten die Blütenknospen entfernt an Haselnüsse vor der Reife, die sich dann jedoch als leuchtend orangerote Sammelfrüchte entpuppen. "Die reifen Beeren sind saftig, aromatisch-säuerlich und sehr schmackhaft", schwärmt die 59-Jährige von appetitlicher Marmelade, Weinbeergelee oder vom sofortigen Verzehr mit Milch und etwas Zucker. "Ist die Ernte wie in diesem Jahr besonders reichlich, dann eignen sich die Weinbeeren auch zum Einfrosten." Ursprünglich im westlichen China, Korea und Japan beheimatet, wurde die Japanische Weinbeere 1876 über Frankreich in Europa eingeführt. Warum sie in hiesigen Breiten so wenig Verbreitung findet, kann die Hobbygärtnerin nicht verstehen. Die Japanische Weinbeere braucht kaum Pflege, begnügt sich an heißen Tagen mit etwas Wasser an den Wurzeln, lediglich im Frühjahr entfernt die Zschopauerin die im Winter abgestorbenen Zweige und Dolden. "Auch Schädlinge halten sich von ihr fern", ergänzt Sigrid Dübner die Liste an Vorteilen. Vögel schrecken vor dem dichten dornigen Blattwerk zurück, und ein weiterer Trick der Natur lässt die Früchte selten madig werden, denn vermutlich werden Insekten von den drüsigen Sekreten um die Kronblätter abgefangen.


Einfach anrufen!

Anmeldungen nimmt die "Freie Presse" in Marienberg, Töpferstraße 17 (Telefonnummer 03735 916513345 und per E-Mail unter der Adresse red.marienberg@freiepresse.de) sowie in Zschopau, Ludwig-Würkert-Straße 2 (Telefonnummer 03725 348413644 und per E-Mail unter red.zschopau@freiepresse.de) entgegen. Anmeldeschluss ist am 13. September dieses Jahres (Es gilt das Datum des Poststempels).

Die Teilnehmer der Gartenmeisterschaft erklären sich mit ihrer Anmeldung einverstanden, dass ihre Zusendungen kostenfrei veröffentlicht werden. Das gilt auch für Online-Publikationen. Bilder müssen Namen und Anschrift des Fotografen tragen und frei von Rechten Dritter sein.

Bei einer Prämierung dürfen Daten und Bilder an den Sponsor RHG Erzgebirge weitergegeben werden. Die Teilnehmerdaten werden mit Name, Anschrift, Datum und Gewinnspielbezeichnung ausschließlich zum Zweck der Ziehung der Gewinner dieses Gewinnspiels erhoben und gespeichert.

Nach der Ziehung und Benachrichtigung der Gewinner werden sämtliche Teilnehmerdaten gelöscht. Ausgenommen sind die Daten der Leser, deren Fotos veröffentlicht wurden. Diese müssen für die Dauer der handels- und steuerrechtlichen Aufbewahrungsfristen gespeichert bleiben. Eine Weitergabe an Dritte zu anderen Zwecken ist ausgeschlossen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...