Sanierung des "Pförtchens"erfordert mehr Geld

Stadtrat befindet über Zuschuss für historisches Haus - 26.000 Euro nötig

Wolkenstein.

Schon viele Jahre ist Wolkenstein dabei, die Kernstadt mit ihren historischen Häuserzeilen zu sanieren. Dazu bemüht sich die Verwaltung um Förderprogramme, um mitunter kostenintensive Ansprüche an den Denkmalschutz erfüllen und finanzieren zu können. Und nicht nur kommunales Eigentun zählt zu den Objekten, auch Privatleute können von jenen Fördermöglichkeiten über die Stadt profitieren und Zuschüsse für die Sanierung ihrer Häuser bekommen. Eines davon ist das "Pförtchen", ein historisches Gebäude am Wolkensteiner Markt. Vor acht Jahren hat ein Münchener Rechtsanwalt das "Pförtchen" erworben, mit dem Ziel es wieder herzurichten. Dazu hat er mit der Stadt eine Sanierungsvereinbarung geschlossen, um Zuschüsse zu bekommen - rund 200.000 Euro haben die Gesamtkosten ursprünglich betragen. 2016 beschloss der Stadtrat mehrheitlich, das Vorhaben im Rahmen des Städtebaulichen Denkmalschutzprogramms mit knapp 100.000 Euro zu fördern. Laut Bauamtsleiter Jens Voigt ist an dem Haus schon viel passiert, vor allem im Dach- und Fassadenbereich.

Nun zeigt sich, dass die Finanzierung des Gebäudes teurer wird. Rund 75.000 Euro sind zusätzlich nötig, um den Mehrbedarf zu decken. Laut Verwaltung sind zusätzliche Leistungen nötig geworden, beispielsweise an der Fassade, an der der ursprüngliche Putz wiederhergestellt werden soll, sowie beim Einbau der Fenster und Fensterläden. Weiterhin habe sich die Gesamtbauzeit verlängert, wodurch Mehrkosten für das gestellte Gerüst entstehen.

Der Eigentümer habe die Stadt laut Bauamtsleiter über die Mehrkosten informiert. Diese sind laut Voigt geprüft und für begründet erachtet worden. Der Stadtrat hat nun darüber zu befinden, ob die Stadt weiteres Geld zuschießt. Es geht um rund 26.000 Euro. Dies ist laut Verwaltung die höchstmögliche Fördersumme. Von dieser Gesamtsumme trägt der Freistaat Sachsen 80 Prozent, der Rest des Geldes kommt von der Stadt.

Der Stadtrat tagt am Montag, 19 Uhr im Sitzungssaal des Wolkensteiner Rathauses. Zu Beginn der öffentlichen Sitzung gibt es eine Bürgerfragestunde, am Ende folgen Informationen des Bürgermeisters.

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