Schnelles Internet zum Greifen nah

Obwohl der Tiefbau längst nicht abgeschlossen ist, geht der Breitband-Ausbau in Amtsberg in die nächste Phase. Der scharfe Start soll in Kürze folgen.

Amtsberg.

Monatelang hat sich der Breitband-Ausbau in Amtsberg hauptsächlich durch Baustellen im Ort für die Bevölkerung negativ bemerkbar gemacht. Nun sollen die ersten Anwohner vom tatsächlichen Nutzen dieses Projekts in Form des schnellen Internets profitieren: Laut Bürgermeister Sylvio Krause könnten noch in dieser Woche die ersten Anschlüsse freigeschaltet werden.

"Der Versorger Eins wird nun auf die Eigentümer beziehungsweise Anwohner zukommen", erklärt das Gemeindeoberhaupt. Etwa zehn Prozent der Anschlüsse seien fertiggestellt - so wie die in der Bebel-Siedlung. "Jetzt hängt es von den Leuten selbst ab", ergänzt Krause. Für diejenigen, die einen Vertrag abschließen, folge eine Probe-Inbetriebnahme, die Aufschluss über die Funktionsfähigkeit liefern soll. Der "scharfe Start" sei für Anfang September geplant.

Trotz der guten Botschaft räumt Krause ein, dass der zunächst vorgesehene Zeitplan wohl nicht eingehalten werden kann. "Im Tiefbau sind Rückstände zu verzeichnen. Grund dafür ist vor allem Personalmangel bei den Baufirmen", sagt der Bürgermeister.

An einigen Stellen sei der Zugang zum schnellen Internet daher voraussichtlich nicht bis Jahresende zu realisieren. Doch dort, wo die Glasfaserkabel schon im Haus angeschlossen wurden, könne es bald losgehen. Vor allem an den Nahverteilern (NVT), die bereits betriebsfähig sind. "Insgesamt sind es 33. Vier sind fertig, zwei sollen in Kürze folgen", sagt der Bürgermeister über die Verteilstationen, an die jeweils bis zu 48 Gebäude angeschlossen werden können.

Obwohl der Abschnitt des Tiefbaus noch längst nicht abgeschlossen ist, kann jetzt mit der nächsten Phase des Projekts begonnen werden. Grundvoraussetzung dafür war die Fertigstellung des zentralen Anbindepunktes. Der sogenannte Pop, abgeleitet von der englischen Bezeichnung Point of Presence, ist im Fall von Amtsberg inzwischen funktionsfähig. Damit will das von Energie- zum Internetanbieter erweiterte Unternehmen Eins (Energie in Sachsen) neue Maßstäbe setzen.

Von garantierten Geschwindigkeiten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde im Download und bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Upload ist die Rede. "Für unsere Anwohner ist diese Maßnahme definitiv ein Gewinn", sagt Sylvio Krause, der seine Gemeinde für die Zukunft gerüstet sieht.

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