Spaß hinter Scheiben

Trotz steigender Corona-Zahlen gab es im Zschopauer Jugendclub High-Point ein buntes Ferienprogramm.Dabei bewiesen die Betreuer Improvisationsvermögen.

Zschopau.

So unbeschwert wie sonst wirkten die Kinder und Jugendlichen nicht. Dafür waren diese Herbstferien auch etwas zu außergewöhnlich. Wo sie früher wild durcheinander wirbelten, war diesmal Abstand angesagt. Und doch hat sich das Ferienprogramm des Zschopauer Jugendclubs High-Point für die Teilnehmer wieder gelohnt. "Auf jeden Fall besser, als zuhause auf dem Sofa zu hocken", sagt die elfjährige Luisa stellvertretend für alle, die ihre Freizeit gemeinsam verbrachten.

Basteln, Tischtennis und Wandern - auf den ersten Blick las sich der Flyer mit den Angeboten wie immer. "Wir mussten aber auch einiges absagen beziehungsweise einschränken", sagt Martina Oehme. So endete die "Nacht der Geister" ausnahmsweise schon vor dem Zubettgehen. Außerdem fiel die gleich zum Auftakt geplante Fahrradtour wegen der Quarantäne einiger angemeldeter Teilnehmer ins Wasser. Als schlechtes Omen erwies sich diese Absage allerdings nicht, denn ansonsten war jeden Tag etwas los. So führte die Herbstwanderung rund um Zschopau. Und auch sonst wurde aufgrund der verschärften Corona-Schutz-Verordnung möglichst viel an frischer Luft unternommen.

"Zum Glück verfügen wir in unserer Einrichtung über einen Innenhof", betont die Betreuerin. Die dortige Tischtennisplatte lud ebenso zur Bewegung ein wie der Basketballkorb und das Trampolin. Drinnen hielt sich der Spaß angesichts der Abstandsregeln derweil in Grenzen. Immerhin konnte bei vielen Spielen auf Masken verzichtet werden, da die Jugendclub-Mitarbeiter Einfallsreichtum unter Beweis stellten. Bilderrahmen und der darin enthaltene durchsichtige Kunststoff wurden kurzerhand zum Spuckschutz umfunktioniert. Noch schnell Ständer aus Holz gebastelt, und schon konnte am Tisch gewürfelt und gerätselt werden. "Natürlich haben wir die Spielgeräte auch desinfiziert", betont Martina Oehme, die mit ihren Kollegen nun vor einer noch größeren Herausforderung steht. Wie schon im Frühjahr will der Jugendclub auch beim zweiten Lockdown die sozialen Kontakte aufrechterhalten. Mithilfe von Internet-Chatrooms, in denen sich die Jugendlichen sehen können, soll das Miteinander erhalten bleiben.

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