Stadt einigt sich im Fichtenstreit mit Rentner

Zschopauer Verwaltung sichert Fällung in Gartenanlage zu

Zschopau.

Die zwischen 20 und 30 Meter hoch gewachsenen Fichten auf dem Nachbargrundstück von Osmar Richter sollen gefällt werden. Das ist das Ergebnis eines Ortstermins in dieser Woche mit der Zschopauer Stadtverwaltung. "Es ist klar, dass Bäume dieser Größe nicht in so eine Anlage gehören", sagte Stadtsprecher Uwe Gahut im Anschluss an das Treffen mit dem Rentner. Im Zeitraum zwischen Oktober und März sollen die Nadelbäume von oben abgetragen werden. Die Arbeiten wird entweder der Bauhof oder eine Firma übernehmen. Weil die Fichten am Schützenhausberg in unwegsamem Gelände stehen, will die Stadt das Holz liegenlassen und privaten Nutzern überlassen.

Osmar Richter hatte sich an die "Freie Presse" gewandt, nachdem er mit der Stadt einen erfolglosen Briefwechsel geführt hatte. Das verwilderte Nachbargrundstück befindet sich in kommunalem Eigentum. Der Garten ist seit Jahren nicht mehr verpachtet. Nadeln und manchmal auch kleinere Äste von dort landeten bei Westwind regelmäßig im Kleingarten des 85-Jährigen. Zusammen mit seiner Frau habe er schon eimerweise Nadeln entsorgt. Den Rentner ärgerte besonders, dass die Stadt zunächst zugesichert hatte, die Fällung auf eigene Kosten zu übernehmen, sollte sich in absehbarer Zeit kein neuer Pächter finden, später aber einen Rückzieher machte. Stattdessen bekam der 85-Jährigen angeboten, das Nachbargrundstück zu pachten und die Fällung selbst zu übernehmen.


Die Ortsbegehung bewirkte offenbar ein Umdenken. Man werde sich auch den verwucherten Weg zu Richters Garten anschauen und etwas freischneiden, kündigte Stadtsprecher Gahut an.

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