Streit im Postladen endet vor Gericht

Nach handfester Auseinandersetzung kommt es schließlich zu einer Lösung

Marienberg.

Ein Streit, der Mitte April vergangenen Jahres in einer Postfiliale im Erzgebirge eskalierte, hat ein Ende gefunden. Allerdings bedurfte es erst des Weges vor das Amtsgericht Marienberg, um die Sache zu klären - denn dort ist nun die Klage einer Postangestellten gegen einen Kunden verhandelt worden.

Was war passiert? Alles fing an mit einem Paket, das ein Mann für seinen Vater in der Filiale abholen wollte. Dafür, habe die Mitarbeiterin in dem Geschäft erklärt, müsse er den Personalausweis vorlegen. Der Mann sei daraufhin ungehalten gewesen, gab die Frau zu Protokoll. Beleidigt habe er sie, das Wort "Dreckschlampe" sei gefallen. Daraufhin habe sie ihm Hausverbot erteilt. Der Mann verließ den Laden und kam mit dem Personalausweis zurück. Genutzt hat das aber nichts mehr: Die Postmitarbeiterin berief sich auf das Hausverbot und weigerte sich, das Paket herauszugeben.

Dann kam es zum handfesten Streit. Der Mann habe das Paket aus dem Regal genommen, woraufhin die Frau eingeschritten sei. Ergebnis: die Mitarbeiterin hatte Rötungen am Hals - und zeigte den Mann folglich wegen Beleidigung, Nötigung und Körperverletzung an. Doch auch er bekam bei dem Geraufe einiges ab; ein langer Kratzer zierte anschließend seinen Hals. Der Mann sagte dazu, er habe sich lediglich gegen ihre Angriffe gewehrt und die Frau nicht beleidigt. Das Ende vom Lied: Aussage gegen Aussage, beide beharrten auf der eigenen Version der Geschichte. Unmittelbare Zeugen gab es nicht. Schließlich kam es zur Einigung. Der Mann entschuldigte sich, muss 750 Euro zahlen. Die Frau hob das Hausverbot auf, das Verfahren wurde eingestellt. (svw)

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