Tannenbäume dienen nicht nur als Schmuck

Der Weihnachtsmarkt in Zschopau hat ab Freitag ein buntes Programm zu bieten. Dazu gehört auch ein Märchenwald, in dem so manches Rätsel auf die Besucher wartet.

Zschopau.

Auf dem Hof von Schloss Wildeck beginnt am Freitag, 13 Uhr, das weihnachtliche Markttreiben. Bis Sonntagabend hält dieses viele Leckereien und musikalische Darbietungen parat. Von den Kindern der örtlichen Kitas bis hin zu Country-Sängerin Gudrun Lange reicht die Vielfalt der Interpreten. Doch auch abseits der Bühne gibt es beim Zschopauer Weihnachtsmarkt viel zu erleben, denn die 60 kleinen Tannenbäume in und rund um das Schloss dienen nicht nur als Schmuck. Sie stellen gleichzeitig den Märchenwald dar, in die Besucher auch diesmal wieder einige Rätsel zu lösen haben.

"Weil dieses Angebot in den vergangenen beiden Jahren so gut angekommen ist, haben wir den Märchenwald jetzt zum dritten Mal aufgebaut", erklärt Ellen Bollin. Die Vorsitzende des Schloss-Fördervereins meint damit weniger die Tannenbäume, sondern in erster Linie die Holzschränke im Gefängnishof und auf dem Parkplatz davor. "Dort haben wir mithilfe von Spielzeug, Puppen und Figuren 18 Märchen nachgestellt. Das sind mehr als je zuvor", betont Ellen Bollin. Um den Laufzettel auszufüllen und am Ende an der Verlosung der Hauptpreise teilnehmen zu können, ist diesmal besonders viel Konzentration gefragt. Denn neben dem Märchen müssen die Besucher diesmal auch einige Fehler entdecken, die mit Absicht eingebaut wurden. "Es ist sicherlich hilfreich, wenn die Eltern mit dabei sind, zumal auch Märchen dabei sind, die heutzutage nicht mehr ganz so bekannt sind", lautet der Tipp der Mitorganisatorin, die sich bei der Vorbereitung auch auf die Unterstützung des Heimatvereins verlassen konnte. Außerdem sind die Mitarbeiterinnen des Schlosses seit drei Wochen fleißig am Basteln.

Dass der Märchenwald trotz der Mithilfe der Eltern in erster Linie für die junge Generation gedacht ist, dürfte gleich am Eingang deutlich werden. Denn dort können Kinder auf einer aufblasbaren Rodelbahn quasi direkt in die Märchenwelt hineinrutschen. "Das ist eines der besonderen Angebote in diesem Jahr", erklärt Ellen Bollin. Erstmals ist auch ein Bildhauer mit von der Partie, der eine große Skulptur aus Eis fertigen wird. Bildmotive an den Mauern des Schlosses waren dank moderner Lasertechnik bereits im Vorjahr zu erleben. "Aber auch da hat sich unser Lichttechniker etwas Neues einfallen lassen", verspricht Anja Hubatsch aus dem Schloss.

Ansonsten wird beim Weihnachtsmarkt auf viele bewährte Traditionen gebaut. Dazu gehören beispielsweise die Bastelecke des Jugendclubs High-Point in der blau-weißen Stube sowie die "Längste Büchertheke des Erzgebirges" in der Stadtbibliothek. Als weiterer musikalischer Leckerbissen wartet am Samstag ab 20 Uhr der "Christmazz-jazz" in der St. Martinskirche.

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