Tanzbegeisterte eilen bei ersten Takten aufs Parkett

Von wegen Bewegungsmuffel: In der Region wird getanzt, was das Zeug hält. Etwa in Zschopau, Marienberg und Olbernhau.

Marienberg/Olbernhau/Zschopau.

Wer tanzt, bleibt körperlich und geistig beweglich, baut Muskeln auf, trainiert die Motorik und aktiviert seine Gehirnzellen. Auch das waren für Constanze Ulbricht Gründe, im Jahr 2009 in der Marienberger Baldauf-Villa ein Tanzangebot für Senioren zu schaffen. "Und wir wollten Menschen in den besten Jahren, die zuhause allein auf der Couch sitzen, die Möglichkeit geben, soziale Kontakte zu knüpfen und zu pflegen", so die Leiterin der Kultur- und Freizeiteinrichtung. Jetzt, elf Jahre später, ist sie mit der Resonanz auf die einmal monatlich stattfindenden Tanztees sehr zufrieden.

"Uns besuchen etwa 40 bis 80 Tanzbegeisterte pro Veranstaltung, darunter sehr viele Stammgäste. Wir bieten sowohl Livemusik als auch Klänge aus der Konserve. Besonders beliebt ist unser echtes Parkett, auf dem getanzt wird", so Constanze Ulbricht.

Seit vier Jahren tanzen Ute Juntke und Matthias Biedermann aus Rittersberg gemeinsam und besuchen neben den Tanztees in Marienberg unter anderem auch den Seniorentanz, der seit 2014 regelmäßig im Olbernhauer Jugend- und Kulturzentrum Theater Variabel angeboten wird. "Mittlerweile haben wir viele Bekannte unter den Teilnehmern und freuen uns jedes Mal auf das Tanzen", so Ute Junke.

Damit dabei auch Stimmung aufkommt, sorgen beispielsweise Annelie und Karl-Heinz Reuter aus Lauterbach für die richtige Musik. "Für Musiker gibt es nichts Dankbareres als Seniorentanz. Nach den ersten drei bis vier Takten ist die Tanzfläche meist schon voll", sagt Karl-Heinz Reuter, der mit seiner Frau seit 2012 Musik macht. "Die Tänzer bewegen sich gern zu Schlagern, aber auch Rock'n'Roll kommt gut an", ergänzt Annelie Reuter.

Laut Evelyn Meyer vom Jugend- und Kulturzentrum Theater Variabel in Olbernhau wird das Angebot zum Tanzen sehr gut angenom- men. Durchschnittlich 60 Tanzbegeisterte besuchen die Veranstaltungen.

Getanzt wird ebenfalls im Grünen Saal im Zschopauer Schloss Wildeck. Auch dort ist die Tanzfläche schon beim ersten Lied gefüllt. "Tanz mit mir, Corina", singt Dietmar Brümmer, und 25 Paare drehen sich zur Musik. Darunter befinden sich Karin Preißler und Karl Rüdiger. Die beiden Borstendorfer sind alte Hasen, was den Zschopauer Tanzkaffee betrifft. "Wir kommen regelmäßig hierher", erzählt Karin Preißler, und Karl Rüdiger ergänzt: "Zschopau ist nicht der einzige Ort, an dem wir tanzen. Wir waren schon in der Gelenauer ,Katze' und sind regelmäßige Besucher des Tanztees in Thum."

"Es ist immer ein Treffen mit guten alten Bekannten, oft sind dieselben Leute da", erzählt Monika Schulze. Die Drebacherin geht mit ihrem Partner nach Thum und nach Zschopau zum Tanzen. "Dietmar erfüllt auch Liedwünsche", sagt sie. Der Marienberger lässt singend sowie Keyboard und Gitarre spielend den "Schneewalzer" anklingen, um dann das "Kufsteinlied" anzustimmen. Er hat noch mehr in seinem Repertoire, und Monika Schulze bringt es auf den Punkt: "Von Walzer bis Rock'n'Roll wird alles durchgetanzt."

Auch beim Tanzkaffee am 22. März ist Dietmar Brümmer für die Musik zuständig. An diesem Tag sollen die nächsten Termine besprochen werden. "Der Veranstalter will mich wieder haben, auch über den März-Termin hinaus. Ein gutes Zeichen für mich ist, dass die Besucher des Tanzkaffees nach der Veranstaltung zu mir kommen und sich bedanken", freut sich der 71-Jährige über die Resonanz.


Dort wird getanzt

Marienberg: Tanztee in der Baldauf-Villa, Anton-Günther-Weg 4, an jedem ersten Dienstag im Monat, zusätzlich am Rosenmontag. Die nächste Veranstaltung in der Kultur- und Freizeiteinrichtung findet daher am 24. Februar, 14 Uhr, statt. Danach wieder am 3. März, ebenfalls 14 Uhr.

Olbernhau: Seniorentanz im Jugend- und Kulturzentrum Theater Variabel, Markt 5, jeden dritten Dienstag im Monat. Die nächste Veranstaltung beginnt am 18. Februar, 14 Uhr.

Zschopau: Tanzkaffee im Grünen Saal von Schloss Wildeck. Die nächste Veranstaltung findet am 22. März, 15 Uhr, statt. (faso/dit)

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