Verdienstvolle Bürger von Zschopau ausgezeichnet

Anlässlich des Jahrestags der Deutschen Einheit hat die Stadt Zschopau drei verdienstvolle Bürger ausgezeichnet. Seit den frühen 1990er-Jahren konnten sie auf unterschiedlichen Gebieten viel bewegen.

Zschopau.

Wie vielseitig die Entwicklung in Zschopau seit 1990 vorangeschritten ist, war bei den Feierlichkeiten anlässlich des Jubiläums der Deutschen Einheit zu erleben. In ihren Festreden ließen Oberbürgermeister Arne Sigmund sowie sein Amtskollege aus Neckarsulm, Steffen Hertwig, die 30 Jahre noch einmal kurz Revue passieren. Drei Protagonisten aus dieser Epoche rückten an diesem Tag aber ganz besonders in den Mittelpunkt, denn sie wurden im Hof von Schloss Wildeck als verdienstvolle Bürger der Motorradstadt geehrt.

Als erstes wurde Mathias Raschke nach vorn gebeten, der Medaille und Urkunde aber nicht als Privatperson, sondern stellvertretend für den Jugendclub "High-Point" in Empfang nahm. Gebaut gegen Ende der 1980er-Jahre, wurde die Einrichtung nach der Wende zu einem wahren Magneten für die junge Generation - egal, ob als Diskothek, Ort für Computer- und Lernkurse, Bastelstube oder Fahrradwerkstatt. Bis heute finden die Angebote vor allem in der Ferienzeit großen Anklang. Auch an größeren Veranstaltungen wie dem Fest der Vereine ist der Jugendclub beteiligt - häufig in Person von Mathias Raschke.

Um eine alte Tradition geht es Manfred Schöne. Als das Schloss Wildeck noch ziemlich leer stand, fand er für einen Teil der Räumlichkeiten einen sinnvollen Zweck. "Mir ging es darum, die Buchdruckkunst für die Nachwelt zu erhalten. Außerdem konnten wir so etwas für die Attraktivität der Stadt tun", erklärt der Zschopauer, warum er 1995 zum Schloss- und Schützenfest erstmals historische Technik präsentierte. Inzwischen ist das Buchdruckmuseum aus dem Schloss nicht mehr wegzudenken, wobei der von der Stadt geehrte Manfred Schöne mit seinen 78 Jahren immer noch mit zupackt. Schließlich gehören Schauvorführungen zum Programm.

Auf Aktivität setzt auch Johannes Werner. Bewegung ist für den ehemaligen Arzt ein passendes Mittel, um Menschen mit Herzerkrankungen zu helfen. "Das normale Leben muss wieder losgehen, indem sie lernen, sich zu belasten", sagte er bei der Auszeichnung im Schlosshof. Der langjährige Mediziner nannte damit seine Motivation, die ihn dazu bewegte, im Juni 1993 die Zschopauer Herzsportgruppe ins Leben zu rufen. Aus vier Teilnehmern wurden bald 20. Inzwischen sind drei Gruppen nötig, um der Nachfrage gerecht zu werden. Und Johannes Werner kümmert sich auch mit seinen Notfallgeräten immer noch um die Betreuung.

Es waren nur drei von vielen Geschichten, die am Samstag noch einmal zum Thema wurden. Auch Frieder Meyer erinnerte sich an "viele sehr spezielle Situationen", als er für seine 26 Jahre im Stadtrat geehrt wurde. Im Fall von Jürgen Hetzner und Anja Schreiter sind es sogar 30. Und auch sie sprachen von vielen spannenden Debatten, aber auch von sinnvollen Kompromissen. "Viele Kleinigkeiten machen etwas Großes", betonte Anja Schreiter.

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