Weicher Boden treibt Baukosten in die Höhe

Sanierung einer Mauer in Börnichen wird 9000 Euro teuer als veranschlagt

Börnichen.

Weil die Erneuerung einer Stützmauer teurer wurde als geplant, müssen in Börnichen andere für dieses Jahr geplante Vorhaben verschoben werden. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

Rund 26.000 Euro, davon 16.900 Euro Fördermittel, waren für die Sanierung der etwa 40 Meter langen und ein bis 3,5 Meter hohen Stützmauer am Huthain veranschlagt. Zu wenig, wie sich später herausstellte. Die Baukosten lagen am Ende bei fast 35.000 Euro. "Bei den Arbeiten wurde festgestellt, dass der Boden zu weich war. So musste mehr Beton verbaut werden, um die Mauer zu stabilisieren. Das ließ sich nicht verhindern", erläuterte Börnichens Bürgermeister Frank Lohr (parteilos). Die Böschung sei zum Teil schon abgerutscht und habe die Straße beschädigt, begründete Lohr die Notwendigkeit der Maßnahme. Auf die Frage, ob bei der Vergabe der Bauleistung ein Fehler gemacht worden sei, antwortete der Bürgermeister: "Selbst wenn wir uns damals für ein anderes Angebot entschieden hätten, wären Mehrkosten entstanden."

Finanziert werden sollen die überplanmäßigen Ausgaben in Höhe von rund 9000 Euro nun durch die Umschichtung von Mitteln, die im Haushalt für andere Maßnahmen vorgesehen waren. Dabei handelt es sich um den Abriss des Schornsteins von einem als Dorfclub genutzten Gebäudes (veranschlagte Kosten: 1000 Euro), um Straßenunterhaltung (3000 Euro) sowie um die Sanierung einer gemeindeeigenen Wohnung (5000 Euro). "Das sind Sachen, die wir am ehesten verschmerzen können", so Lohr.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.