Weihnachtsschau in Gelenau geht neue Wege

Erstmals sind in Gelenau Schnitzarbeiten zu sehen gewesen. Das soll aber keine Konkurrenz zu den Schnitzerschauen in der Region darstellen.

GELENAU.

"Ein wahrer Schatz, was hier zu bestaunen ist. Wir sind ganz benommen vor Glück." Wer Fränzi, Conni und Thomas sind, die ihre Eindrücke im Gästebuch zur Weihnachtsausstellung im Gelenauer Depot Pohl-Ströher niedergeschrieben haben, ist nicht bekannt. Doch ihr Eintrag ist beispielhaft für die Resonanz der Gäste. Gestern schloss die Schau mit rund 12.000 Besuchern. "Damit liegen wir etwas hinter den Zahlen der vergangenen Jahre", bilanziert Michael Schuster und weiß auch warum: Wie anderen Veranstaltern auch hätten der Wintereinbruch und Warnungen in den Medien, das Erzgebirge unbedingt zu meiden, einige Gäste gekostet, so der Depotleiter.

Wer sich davon nicht einschüchtern ließ, hat die Fahrt nach Gelenau nicht bereut. Auch diesmal waren es die Sonderausstellungen innerhalb der Weihnachtsschau, die für großes Interesse und Lob sorgten. Eine Sammlung mit 32 Geduldflaschen, in denen die Geschichte des erzgebirgischen Bergbaus in Miniatur zu sehen war, gehörte zu den viel bestaunten Raritäten im Depot. An ein d bislang immer wieder verschobenes Thema trauten sich die Ausstellungsmacher mit der Sonderausstellung Schnitzen. Nicht in Konkurrenz zu den zahlreichen Vereinsausstellungen wollte man sich sehen, sondern bislang kaum der Öffentlichkeit zugängliche Arbeiten aus Privatbesitz zeigen. "Die Rechnung ist aufgegangen. Viele Schnitzvereine nutzten die Gelegenheit, einmalige Arbeiten von Paul Schneider sowie Constantin und Karl Bach zu bewundern." Leihgaben und Schenkungen, die in keinem Museum zu sehen sind, seien nach Auskunft von Eckart Holler der Grund für viele Gäste aus ganz Deutschland und dem Ausland, nach Gelenau zu kommen "Und die Leute sehen, dass ihre Lieblingsstücke bei uns in guten Händen sind", weist der Mitarbeiter und Restaurator auf neue Exponate hin, von denen sich ihre Besitzer nach dem Besuch der Ausstellung trennen wollen.

Für das Team vom Depot Pohl-Ströher ist nach der Ausstellung auch vor der Ausstellung, kündigt Michael Schuster schon die Osterausstellung an -- auch in diesem Jahr mit einigen Extras rund ums Ei.

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