"Wir haben das Projekt mit angeschoben"

Ortsvorsteher Gunther Kaden (Waldkirchen) über Gespräche mit dem Bürgermeister, die Grundschule und frischen Wind im Park

Waldkirchen.

Zur Kommunalwahl in Sachsen werden am 26.Mai auch Ortschaftsräte gewählt. "Freie Presse" stellt die Ortsvorsteher und deren Arbeit in loser Reihenfolge vor. Heute: Gunther Kaden, Waldkirchen.

Ich bin Ortsvorsteher in Waldkirchen, weil ...

... ich im September 2009 gewählt worden bin, weil mir Lokalpolitik am Herzen liegt und weil ich die Interessen der Waldkirchener in der Gemeinde vertreten will.

Ohne einen Ortschaftsrat würde Bürgermeister Robert Arnold nicht ...

... die nötigen Kontaktpersonen und Ansprechpartner in den einzelnen Ortsteilen haben. Wenn der Bürgermeister mit mir über Probleme in der Gemeinde spricht, fragt er mich: Wie siehst du das? Wie würdest du das machen? Das ist in Ordnung. So muss das sein.

Dem Ortschaftsrat ist es im vergangenen Jahr gelungen, ...

... das Projekt Neubau Grundschule mit anzuschieben. Nach anfänglicher Skepsis steht mittlerweile der ganze Ortsteil hinter dem Projekt. Der Neubau in Grünhainichen ist unbedingt erforderlich, um den Schulstandort in der Gemeinde zu erhalten. Gut, die Schule in Waldkirchen schließt, aber uns wird ja nichts weggenommen, sie bleibt in der Gemeinde. Und aus dem Gebäude wird wieder etwas werden.

Unsere größte Baustelle ist ...

... da fällt mir spontan keine ein. Ich finde es gut, dass unser Park aus dem Dornröschenschlaf geweckt worden ist. Wir haben 20 Jahre lang Parkfeste gefeiert. Dann ließ das Interesse nach. Es kamen immer weniger Leute. Statt 250 wie am Anfang zum Schluss nur noch 15. Unter dem Motto "Frischer Wind im Park" versucht eine Initiative aus jungen Familien, dem Areal wieder Leben einzuhauchen. Das ist eine gute Sache.


Zur Person

Ortsvorsteher ist Gunther Kaden seit September 2009. Bis zum Gemeindezusammenschluss mit Grünhainichen am war er Bürgermeister von Waldkirchen. Der Ortschaftsrat hat fünf Mitglieder. Gunther Kaden will am 26. Mai erneut kandidieren.

Der gebürtige Seiffener ist 76 Jahre alt, gelernter Herrenschneider und arbeitete viele Jahre als Lehrer.

Sein Lieblingsplatz ist der Hof des Blaufarbenwerks in Waldkirchen - das Domizil der Hüttenknappschaft Blaufarbenwerk Zschopenthal. (hd)

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