Zschopauer überführen alte Liedpostkarte in die Moderne

Silke Schreiter und Hubert Sigmund haben eine neue Liedpostkarte herausgebracht. Anlässlich des Parkfests am Sonntag soll sie erstmals verkauft werden. Der eigentliche Clou ist aber auf der Rückseite zu finden.

Zschopau.

Liedpostkarten gibt es schon eine Ewigkeit. Bekannt geworden sind sie durch Anton Günther. Die allererste brachte er 1895 mit dem Lied "Drham is drham" heraus. Seitdem sind schätzungsweise mehrere Hundert dieser Karten erschienen. Die bekanntesten sind die von Anton Günther und Hans Soph. Anton Günther als Lithograf und der gelernte Porzellanmaler Hans Soph druckten mit dem Liedtext gleichzeitig selbst entworfene Motive auf die Karten.

Jetzt erlebt die alte Liedpostkarte eine Neuauflage, denn zum Zschopauer Parkfest am morgigen Sonntag wird die neue Zschopauer Liedpostkarte erstmals verkauft. Ideengeber und ausführende Texter sind Silke Schreiter und Hubert Sigmund aus Zschopau. Silke Schreiter sorgte dabei für die Komposition. "Das Lied hatten wir schon zum Stadtfest vor zwei Jahren geschrieben, seitdem trugen wir den Gedanken, dies als eine Liedpostkarte herauszubringen", erzählt Silke Schreiter.


"Zschopau, Du kleine Stadt im Erzgebirge" heißt das Lied, das auf der Karte abgedruckt ist. "Wir sind beide Zschopauer und gehen in dem Lied in die Entstehungszeit der Stadt zurück", sagt Hubert Sigmund. Die ersten Textzeilen seien ihm bei einem Spaziergang eingefallen. Silke Schreiter vervollständigte den Text, baute das als Gedicht entstandene Werk zu einer Liedform mit zwei Strophen und Refrain aus.

Doch allein mit den abgedruckten Textzeilen und den Noten ist es nicht getan, denn es müssen auch die Harmonien auf der Liedpostkarte entstehen. "Jetzt können auch Gitarrenspieler direkt von der Karte die Griffe übernehmen", sagt Silke Schreiter. Der eigentliche Clou ist aber auf der Rückseite zu finden: Ein QR-Code, der mit dem Smartphone eingelesen werden kann, führt direkt zum gesungenen Lied. "Das haben wir 2018 produziert, eingesungen hat es der Dittersdorfer Johannes Scharf", sagt Silke Schreiter.

"Wir haben am Sonntag einen Verkaufsstand zum Parkfest an den Anlagen, dort kann die Karte gekauft werden. Der Preis wird sich um einen Euro herum bewegen", sagt Christian Vogel, Leiter der Abteilung Kultur und Tourismus in der Stadtverwaltung Zschopau.

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