Brandmeister: Kreistag will Stabilität

Fraktionen begrüßen geplante Neubesetzung

Freiberg.

Die Fraktionen im Kreistag von Mittelsachsen verbinden die für ihre heutige Sitzung anberaumte Bestellung eines neuen Kreisbrandmeisters vor allem mit Erwartungen an eine kontinuierliche und basisnahe Arbeit. Berichten zufolge kandidiert Tommy Kühn aus Niederbobritzsch für das Amt.

"Wir freuen uns darüber, dass ein junger und sehr gut qualifizierter Nachfolger für Gerald Nepp gefunden werden konnte", erklärt Jörg Woidniok für die Fraktion von CDU und Bauernverband. Die Neubesetzung der Stelle werde außerordentlich begrüßt, weil sie lange vakant gewesen sei, so der Fraktionschef. Eine kontinuierliche und sachorientierte Arbeit wünscht sich Romy Penz (AfD): "Wir sind optimistisch."

Der junge Mann sei fachlich sehr gut ausgebildet und habe bereits Erfahrungen in der Landkreisstruktur, urteilt Maria Euchler für die Freien Wähler: "Wir verbinden mit seiner Verpflichtung die Hoffnung, dass er uns lange erhalten bleibt."

Auch Gottfried Jubelt von den Linken freut sich, dass die Stelle aus den eigenen Reihen besetzt werden könne: "Wir wünschen, dass damit diese wichtige Personalie langfristig gesichert ist." Vom Kreisbrandmeister erwarte seine Fraktion eine enge, kameradschaftliche und konstruktive Zusammenarbeit mit den Wehren in den Kommunen.

Die SPD freut sich laut Stefan Kraft, dass der Landkreis Mittelsachsen nach einer sehr langen Zeit endlich wieder einen Kreisbrandmeister bekommt. Für die Wehren sei es höchste Zeit, wieder einen hauptamtlich Zuständigen zu erhalten, so der Fraktionsgeschäftsführer weiter: "Gleichzeitig bedanken wir uns bei den amtierenden Stellvertretern für ihren Einsatz."

Die Besetzung möge vor allem nicht wieder eine "Eintagsfliege" sein, blickt Volkmar Schreiter von der FDP voraus. Der neue Kreisbrandmeisters solle wieder "nahe an den örtlichen Wehren" und den Bürgermeistern arbeiten, wie dies vor Jahren einmal der Fall gewesen sei.

Grünen-Fraktionschef Kai Pönitz erwartet vor allem eine hohe Kommunikationsfähigkeit und neue Impulse für die Jugendarbeit. "Bei der Einsatzbereitschaft im Landkreis wird Tommy Kühn seinen großen Erfahrungsschatz für uns alle einbringen", ist Pönitz überzeugt. (jan)

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