Ein-Mann-Show mal drei

Am 3. November wählen die Niederwiesaer ihren Bürgermeister für sieben Jahre. Raik Schubert wird gegen die Amtsinhaberin Ilona Meier antreten.

Lichtenwalde.

Seine Feuertaufe hat Raik Schubert bestanden. In dieser Woche stellte sich der 49-jährige Braunsdorfer, der sich am 3. November um das Amt des Bürgermeisters bewirbt, den Wählern vor. Nach Niederwiesa und dem Heimspiel in Braunsdorf war Lichtenwalde am Donnerstagabend seine dritte und letzte Station. An die 300 Gäste, so schätzte es Raik Schubert im Anschluss ein, wollten wissen, warum der Produktionsmeister einer familiengeführten Neukirchener Metallbaufirma Amtsinhaberin Ilona Meier (parteilos) den Platz im Rathaus streitig macht.

"Ich möchte diese Wahl gewinnen." Mit diesem Satz eröffnete Raik Schubert im "Schlossgasthaus" den Abend. Sprachlich sicher gelang es ihm, sein Publikum im voll besetzten Saal für sich zu gewinnen. Trotz der schwierigen Thematik sorgte der gelernte Maschinenbaumeister nicht nur einmal auch für Lacher.

Er habe sich bewusst für diese Ein-Mann-Show entschieden, sagte Raik Schubert nach diesem Abend. Es sei für ihn selbst auch ein Test gewesen, wie es allein läuft. Und er sei sehr zufrieden. In allen drei Wahlveranstaltungen saßen Mitglieder der Bürgerinitiative Niederwiesa, die den Braunsdorfer einstimmig nominiert hatten. Aber es war wohl mehr moralische Unterstützung: Raik Schubert war bestens präpariert, von Anspannung keine Spur.

Drei Themenkomplexe - wichtig für Niederwiesas Zukunft sowie der Ortsteile Braunsdorf und Lichtenwalde - arbeitete Raik Schubert als besonders wichtig heraus: die Verbesserung beziehungsweise den Ausbau der Infrastruktur, verbesserte Rahmenbedingungen für Gewerbetreibende sowie das wichtige Zusammengehörigkeitsgefühl der drei Dörfer. Seine klare Kritik lautete: "In den vergangenen sieben Jahren hat es keine tiefgreifende positive Entwicklung gegeben -, es ist so einiges versäumt worden. ... Die Verantwortung dafür trägt die Gemeindeverwaltung, nicht der Gemeinderat."

Immer wieder tauchte das Wort Kommunikation in Raik Schubert fast einstündiger Ansprache auf. Alle müssten an einem Strang ziehen. Wenn man nicht miteinander rede, könne man auch nicht davon profitieren. Der Bürgermeisterkandidat kritisierte, dass beispielsweise die Gespräche mit ortsansässigen Gewerbetreibenden von der Amtsinhaberin vernachlässigt worden seien, ebenso die Kommunikation mit den Nachbarorten.

Wie auch bei den vorangegangenen Veranstaltungen hatten auch die Gäste am Donnerstag im Anschluss die Chance, ihre Fragen loszuwerden. Angesprochen wurden unter anderem das schlechte Internet und die Parkplatzsituation, unter der die Lichtenwalder seit Jahren zu leiden haben.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...