Freundliche Bauarbeiter zerstreuen Befürchtungen

Der letzte Abschnitt der Breitenauer Ortsdurchfahrt wird seit Mitte März für rund 1,3 Millionen Euro saniert. Betroffen sind Anwohner, aber auch Kleingärtner. Eine Herausforderung.

Breitenau.

In eine Großbaustelle hat sich die Augustusburger Straße in Breitenau am Ortseingang aus Richtung Oederan verwandelt. Seit 12. März wird der dritte und letzte Abschnitt der Kreisstraße in dem Oederaner Ortsteil gebaut. Die Kosten für das knapp einen Kilometer lange Teilstück belaufen sich laut einem Kreissprecher auf reichlich 1,3Millionen Euro - davon trägt der Landkreis rund 700.000 Euro.

Im Vorfeld hatten Anlieger befürchtet, dass sie während der Arbeiten ihre Grundstücke nicht erreichen. Zudem bangten Kleingärtner der benachbarten Sparte "Morgensonne", dass die Baustelle zu weit in ihre Gärten reichen könnte. Inzwischen sind diese Befürchtungen ausgeräumt. Das bestätigen Breitenaus Ortsvorsteher Hans-Joachim Beer, Tobias Siegel vom Unternehmen Chemnitzer Verkehrsbau, Anlieger und Kleingärtner auf Anfrage.


Ortsvorsteher Beer war erst gestern wieder an der Baustelle. "Es klappt jetzt alles sehr gut", sagt er. Die Anlieger könnten ihre Grundstücke erreichen, die "Fußgänger-Umleitung" über die Gartenanlage sei in Ordnung. Eine Kleingärtnerin habe die Bauleute gelobt, weil sie extra Schotter für den Zugang zu ihrer Parzelle aufgeschüttet haben. Ein anderer Kleingärtner wisse jetzt, dass sein Gewächshaus stehen bleiben könne. "Wir haben extra Pfähle in den Boden gesteckt, um die Baugrenze zu zeigen", sagt der Bauleiter.

Dass die Kommunikation im Vorfeld hätte besser laufen können, sagt ein Anlieger und Kleingartenbesitzer: "Daraus sollten Lehren für künftige Projekte gezogen werden." Er ergänzt: "Die Bauleute sind super nett und machen vieles möglich."

Derzeit gießen Bauleiter Tobias Siegel und seine Kollegen gerade die Fundamente für die Stützwand und setzen die L-förmigen Betonelemente für die Mauer. "Es läuft gut, wir liegen im Plan", sagt Siegel und betont ebenfalls, dass es mit den Anwohnern keine Probleme gibt. Wenn die Stützmauer fertig sei, beginne der Kanalbau und das Verlegen der Medien, zuletzt folge der eigentliche Straßenbau. "Bis zum Herbst wollen wir mit dem Abschnitt bis zum Eselsweg fertig sein", so Siegel.

Die Umleitung über die Straße des Friedens ist zwar viel kürzer als die über die B 173 und Falkenau, doch auch sehr schmal. Wer keine lädierten Autospiegel riskieren möchte, sollte bei Gegenverkehr lieber stoppen. Mitunter wird es aber auch auf der landschaftlich reizvollen Strecke über Falkenau eng.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...