Gutachten sollen Entscheidung erleichtern

Einer Straßenmeisterei im Erzgebirgskreis droht die Schließung

Zschopau/GOrnau.

Muss eine der fünf Straßenmeistereien im Erzgebirgskreis geschlossen werden? Stand diese Entscheidung noch im Spätsommer 2017 fest, ist sie nun wieder offen. Auf Nachfrage sagte jetzt Landkreissprecher Stefan Pechfelder, dass demzufolge auch noch nicht feststehe, welchen Standort es treffen könnte.

Pechfelder verwies auf Nachfrage auf Gutachten, die dem Erzgebirgskreis vorliegen. Sie wurden seinen Worten zufolge vom Land Sachsen beauftragt und bezahlt. Momentan erfolge eine tiefergehende Untersuchung. Wie viel Zeit dafür noch benötigt wird, führte er nicht näher aus. "Erst wenn die Ergebnisse vorliegen, werden wir, falls erforderlich, das Thema in den entsprechenden Gremien vortragen", sagte er. Soll heißen: Bis zur Entscheidung wird es noch einige Zeit dauern.

Im Spätsommer 2017 war bekannt geworden, dass die anfallende Arbeit nur mit Unterstützung privater Unternehmen geschafft werden kann. Vier der fünf Straßenmeistereien stehe weniger Technik zur Verfügung, teilte der Erzgebirgskreis damals mit. Die betroffenen Standorte: Gornau, Zöblitz, Aue und Stollberg. Von den zehn universell einsetzbaren Unimogs sowie von den zehn kleineren Lastern mussten jeweils zwei abgegeben werden.

Das Land Sachsen teilte daraufhin "Freie Presse" mit, dass mit dem Ausdünnen der Technik die Schließung eines Standortes vorbereitet werden soll. Der Freistaat verwies auf Vorgaben des Bundes. Demnach soll jede Straßenmeisterei für rund 337 Kilometer Straßennetz verantwortlich sein. Der Kreis umfasst 1250 Kilometer, dies entspricht im Schnitt 250 Kilometer je Straßenmeisterei. Die Vorgabe lasse sich nur durch eine Schließung erreichen, wurde argumentiert.

Der Erzgebirgskreis setzte dem entgegen, dass die Region weiträumig sei. Vor allem im Winter falle der Aufwand sehr hoch aus. Der Kreis wolle sicherstellen, dass nichts auf der Strecke bleibe. Unter anderem genau diese Gegebenheiten werden derzeit näher beleuchtet. Die Gutachten setzen sich laut Stefan Pechfelder etwa mit dem technischen Bedarf auseinander. Ein eigenes Gutachten habe der Landkreis nicht beauftragt, führte er aus.

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