Kameradenhaben keinen mehr sitzen

Der Kauz der Feuerwehr Oederan ist wieder weg

Oederan.

Rafael ist ausgeflogen. Hier soll es nicht um einen abtrünnigen Gatten gehen, der vom Zigarettenholen nicht zurückkehrt. Vielmehr dreht sich die Sache um den Vogel, den ein paar Oederaner hatten. Wie die "Freie Presse" berichtete, hatte sich ein gefiederter Geselle bei den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt eingenistet. Und zwar über der Sitzecke, in der die Kameraden ihren wohlverdienten Feierabend genießen. Nachdem sich das Vöglein nach dem Erstkontakt immer wieder dort niedergelassen hatte, legten sich Wehrsprecher Marco Schafferschick und andere Kollegen auf die Lauer. Und siehe da: Martin Seifert gelang es schließlich, das Federvieh zu fotografieren. Alsbald begaben sich die Feuerwehrleute auf Namenssuche und einigten sich schnell auf Rafael. Selbst wenn bis zum Schluss nicht klar war, ob es sich bei dem fliegenden Neuzugang um Hähnchen oder Henne handelte.

Dies alles passierte vor nunmehr drei Monaten. Inzwischen ist das Vöglein - entweder eine Waldohreule oder ein Kauz - wieder weg. "Ich gehe davon aus, dass er jetzt woanders seine Bahnen zieht", sagte Marco Schafferschick. "Zuletzt war er kaum noch in der Nähe unserer Sitzecke. Und nachdem die Besuche nachließen, hat sich von uns auch niemand mehr auf die Lauer gelegt." Vermutlich ist die Eule ganz und gar nicht kauzig in den nahen Wald abgetaucht. Ihren eigentlichen Lebensraum. Aber wer weiß: Vielleicht kehrt Rafael ja eines Tages auch mal wieder zurück. Auf dass die Oederaner mal wieder einen sitzen haben. Einen Vogel.

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