Louis im Technik-Wunderland

Mähdrescher, Traktoren, aufgemotzte Rasenmäher und vieles mehr - kaum ein Junge kann sich dieser Faszination entziehen. Auch einem Elfjährigen geht es so, in Schellenberg kam er auf seine Kosten. "Freie Presse" war dabei.

Schellenberg.

Als Louis Schönherr am Samstag mit seinem Papa René und Bruder Henry in Schellenberg eintrifft, ist die Erzgebirgsmeisterschaft im Leistungspflügen schon voll im Gange. Elf Traktoren pflügen seit eineinhalb Stunden in der Kategorie Beet- oder Drehpflug eine Furche nach der anderen - und das so gerade, wie es geht. Der Zollstock ist ein oft genutztes Arbeitsgerät an diesem Tag. Louis macht große Augen. "Mir gefallen alte Traktoren", sagt der Elfjährige, der aus Forchheim, einem Ortsteil von Pockau-Lengefeld, stammt.

Doch Louis will mehr. Er will mehr Maschinen sehen. Und er bekommt sie, denn beim Traktor- und Oldtimertreffen in Schellenberg wird einiges geboten. Im Shuttlebus geht es vom gepflügten Feld zum Firmengelände der Firma Landtechnik Nürnberger. Weil der offizielle Parkplatz für Besucher etwas abseits des Festgeländes liegt, fahren im Minutentakt Mitarbeiter des Landtechnikbetriebes mit Kleinbussen durch Schellenberg und bringen die Zuschauer, Besucher und Helfer von A nach B. Auf einem Feld neben dem Firmengelände findet das Rasentrecker-Rennen statt. "Deswegen sind wir hauptsächlich hier", sagt Louis. Begeistert blickt er auf die schnellen und lauten Gefährte. "Ich fahre zuhause auch auf unserem Rasentraktor. Aber der ist nicht so schnell", sagt er lachend. Seit einiger Zeit darf er seinen Eltern beim Rasenmähen helfen. "Es ist schon echt verblüffend, wie schnell so ein Rasentrecker werden kann, wenn man ihn richtig aufmotzt", sagt er fasziniert und schaut sich den Start an. Auch kleine Schreckmomente wie den Sturz eines Fahrers von seinem aufgemotzten Mäher können Louis seine Begeisterung nicht nehmen. Während einige Zuschauer in seiner Nähe recht aufgeregt Richtung Fahrer schauen, beobachtet der junge Motorenfan in aller Ruhe, wie der Rasenmäher ein Stück ohne Besatzung weiterfährt. Nichts passiert. Weiter geht's!

In einer Rennpause macht sich Louis mit seinem Vater und dem drei Jahre alten Bruder auf den Weg zum Firmengelände. Jetzt werden die richtig großen Gefährte unter die Lupe genommen. Und Louis wird gleich zum Erklärbär für den kleinen Bruder. "Schau mal, wie sich das Mähwerk bewegt", sagt er an einem nagelneuen Mähdrescher, der es den Jungs angetan hat. Danach geht es zu den großen, neuen Traktoren. "Im letzten Jahr haben wir ein Foto in einem riesengroßen Traktorrad gemacht. Dort konnte ich fast drin stehen", sagt Louis. Das Monstrum fehlt in diesem Jahr, dafür sind die vorhandenen Räder groß genug, dass Klein-Henry drin klettern kann. Die Reise durch das Technik-Wunderland geht weiter, das nächste große Mähwerk wird unter die Lupe genommen. Und Zuckerwatte gibt es auch noch. Es gibt halt doch noch mehr als nur Maschinen.

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