Museum weiter nur auf Nachfrage geöffnet

Gemeinde plant Sanierung des Gebäudes - Weitere Investitionen erforderlich

Grünhainichen.

Wie geht es mit dem Museum für Erzgebirgische Volkskunst in Grünhainichen weiter? Seit Anfang des Jahres ist das Gebäude aus technischen Gründen geschlossen. Die einzigartige Sammlung von Spielwaren, Volkskunst und kunsthandwerklichen Erzeugnissen kann nach wie vor nur nach Absprache mit der Gemeindeverwaltung besichtigt werden. Regelmäßige Öffnungszeiten seien momentan nicht möglich, da dafür einfach kein Personal abgestellt werden könne, sagte Kathrin Ardelt, die Vorsitzende des Verwaltungsverbandes Wildenstein.

"Die Gemeinde wird sich im kommenden Halbjahr Gedanken darüber machen, wie das Museum betrieben werden kann und ein Nutzungskonzept erarbeiten", sagt Robert Arnold. Wie Grünhainichens Bürgermeister weiter mitteilt, seien Sanierungsarbeiten in dem um 1900 erbauten Haus geplant, so die Trockenlegung des Gebäudes und der Einbau einer neuen Heizung.

Gleichzeitig betont Arnold, dass weitere Investitionen erforderlich seien, um die einstige Spielwaren- und Gewerbefachschule erhalten zu können. Zum jetzigen Zeitpunkt habe im Ort aber der Grundschulneubau oberste Priorität. "Wir müssen deshalb streng mit unseren Finanzmitteln umgehen", so Arnold. "Der Heimatverein Grünhainichen ist uns bei der Konzepterstellung behilflich, außerdem wollen wir die kommende Zeit gemeinsam zur Fördermittelakquise nutzen." Vom 24. Oktober bis zum 21. November ist im Museum eine Sonderausstellung zum 85. Geburtstag der Grünhainichener Schnitzerei Helbig zu sehen.

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Probleme mit der Heizung gegeben. Die Elektrik müsste neu gemacht werden. Die halbrunde Holzdecke im Obergeschoss des seit 1955 als Museum genutzten Werkstattgebäudes wird seit Jahren provisorisch von einer mitten im Raum stehenden Stütze gehalten. "Eine Notlösung, eigentlich müsste die ganze Deckenkonstruktion fachmännisch erneuert werden", sagt Sarah Schneider. Die alten Fenster seien weder wärmedämmend noch würden sie UV-Strahlen herausfiltern, so die Vorsitzende des Heimatvereins weiter. "Strahlung und Temperaturschwankungen machen den Exponaten schwer zu schaffen."

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