360 Grad: Frankenberg zeigt sich aus neuer Perspektive

Internet-Nutzer können jetzt einen virtuellen Rundgang durch die Innenstadt unternehmen. Möglich machen es 360-Grad-Bilder. Die sollen künftig auch Informationen zu Sehenswürdigkeiten vermitteln.

Frankenberg.

Wer einen Spaziergang durch die Frankenberger Innenstadt unternehmen möchte, braucht sich jetzt nicht einmal mehr von der Couch zu erheben. Per Mausklick ist das auch auf dem Computer möglich. Auf der Homepage der Stadt gibt es eine Verlinkung, die zu einem virtuellen 360-Grad-Rundgang über die Chemnitzer Straße, den Baderberg bis zum Markt und von dort über die Schlossstraße bis zum Kreisverkehr, die Freiberger Straße, den Kirchplatz bis zum Friedenspark führt.

Dieses neue Angebot ist aber keinesfalls für faule Frankenberger gedacht. "Wir möchten damit Bürgern und Touristen die Stadt vorstellen und wichtige Informationen geben", erklärt Bildungsmanagerin Sandra Saborowski. Möglich wird dies durch die Zusammenarbeit mit dem 360-Grad-Team aus Oelsnitz/Erzgebirge. Die Firma hat für das Projekt "Sagenhaftes Mittelsachsen" des Landkreises 360-Grad-Fotos und Luftbilder gemacht. So entstanden zwei Broschüren zu Sagen und Legenden in vielen verschiedenen Orten in Mittelsachsen und auch eine Internetseite. Frankenberg ist dort mit Geschichten vom Bergbau und der Sage von der weißen Frau von Sachsenburg vertreten. "Da also schon 360-Grad-Bilder vorhanden waren, haben wir gedacht, es wäre einen wunderbare Sache, wenn die Stadt davon profitieren könnte", berichtet Sandra Saborowski.

Gesagt - getan. "Dieses Jahr wollen wir zunächst den Fokus auf die Innenstadt legen", berichtet sie weiter. Der virtuelle Rundgang soll aber auch Wissenswertes vermitteln. Deshalb haben die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie Friedenspark oder Kirche Markierungspunkte erhalten. Nach und nach sollen diese Punkte mit Informationen bestückt werden. Auch wichtige Rathaus-Informationen seien künftig geplant.

"Wir haben uns auch deshalb auf den Innenstadtbereich konzentriert, weil wir Bürger und potenzielle Kunden auf die Geschäfte hinweisen möchten", so Sandra Saborowski. Vorausgesetzt, der Händler ist damit einverstanden, wird es künftig allgemeine Informationen zum Beispiel zum Sortiment und zu den Öffnungszeiten der Geschäfte geben. "Es gibt für die Händler aber auch die Option, dass sie selber einen 360-Grad-Rundgang in ihrem Geschäft anbieten", sagt die Bildungsmanagerin. Mit im Boot seien bereits die Modegeschäfte "modeGEN33" in der Schloss- und Humboldtstraße. "Wir werden jetzt nachfragen, ob es weitere Interessierte gibt", erklärt Sandra Saborowski.

In den kommenden Jahren möchte die Stadt diesen virtuellen Rundgang nach und nach erweitern. "Künftig sollen auch die Bildungseinrichtungen einbezogen werden", sagt Sandra Saborowski. Dann könnten Eltern, die eine geeignete Schule oder Kita suchen, schon mal einen Blick in die Einrichtungen mit ihren Angeboten werfen.

Frankenberg ist allerdings nicht die erste Kommune in Mittelsachsen, die solch einen 360-Grad-Rundgang auf ihrer Homepage anbietet. Auch Rochlitz, Augustusburg und Freiberg praktizieren es zum Beispiel schon. "Wir haben die Fotos, die wir für ,Sagenhaftes Mittelsachsen' gemacht haben, an alle beteiligten Kommunen ausgeliefert, so auch an Mittweida, Hainichen und Striegistal", berichtet Anastasia Krachkovska vom 360-Grad-Team. Was diese damit machen, bliebe ihnen überlassen. "Für Frankenbergs 360-Grad-Rundgang haben wir noch zusätzliche Fotos aufgenommen", erklärt sie. Auch die Stadt Freiberg nutzt diese Bilder für ihre Homepage. Auf der kann man auch die Reiche Zeche über- und unter Tage virtuell besuchen.

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