Auslobung: Freiberg hält fest an Gründerpreis

Stadt sucht Unternehmer, die mit ihrem Geschäft die Altstadt beleben

Freiberg.

Um den Handel in der Innenstadt zu stärken, lobt die Stadt Freiberg erneut einen Gründerpreis aus. Eine entsprechende Satzung haben die Stadträte jüngst beschlossen. Einzelhändler, die ein Ladenlokal in der Innenstadt eröffnen möchten, können sich ab sofort genauso bei der Stadt bewerben wie Dienstleister und Gastronomen.

Der Gewinner des Wettbewerbs erhält im ersten Geschäftsjahr einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro pro Monat zur Kaltmiete für die Gewerbefläche. Doch nicht nur das Geld soll Anreiz für Gründer sein, daran teilzunehmen. "Auch die moralische Unterstützung ist wichtig", erklärte Oberbürgermeister Sven Krüger (parteilos). Citymanagerin Nicole Schimpke verwies auf ein Netzwerk von Partnern, zu dem unter anderem die Industrie- und Handelskammer, der Freiberger Gewerbeverein und die Wirtschaftsjunioren gehören. Dadurch würden die Gründer hilfreiche Ratschläge und Tipps erhalten. "Die fachliche Beratung ist der Mehrwert", brachte es Krüger auf den Punkt. Und Nicole Schimpke hatte dafür Beispiele aus der Gastronomie parat. Neben dem Betreiber der Ubar in der Meißner Gasse sei auch die Chefin von Star Sushi in der Heubnerstraße betreut worden.

Generell bewerten die beiden den Wettbewerb als Erfolg. Sogar Nachahmer hat das Freiberger Modell offensichtlich gefunden. Citymanagerin Schimpke nannte die Städte Kamenz und Meißen, die ebenfalls einen Gründerpreis aufgelegt haben. In Meißen ist der Anreiz besonders hoch: Ein Förderpaket im Wert von knapp 10.000 Euro lockt.


Die bisherigen Gewinner

2016 überzeugte Christian Richter mit der Idee eines Ladens für Bedarf zur Rohfleischfütterung von Haustieren die Jury. Seine Frau stieg im "Shop im Shop"-Prinzip mit einem Hundesalon ein. Mittlerweile ist der der Laden kleiner. Er zog von der Rinnengasse in die Bahnhofstraße um.

2017 siegte das Konzept von Steven Bartram, Arno Pfefferling und Alexander Seibt, einen "Escape Room" (Fluchtraum) zu eröffnen. Um sich aus dem Raum zu befreien, müssen die Besucher spielerisch Rätsel lösen. Nach einem Horrorzimmer ist an der Thielestraße 1 im Februar ein Krimizimmer eröffnet worden.

2018 beeindruckte Rafaela Walther mit der Idee eines Barbershops in der Weingasse die Jury. (acr)

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