Chemnitz hat gewonnen: Im Landkreis wird gejubelt

Acht mittelsächsische Städte und Gemeinden sind Teil der Kulturregion

Chemnitz/Hainichen.

Kaum weniger laut als die Jubelrufe in Chemnitz waren die Reaktionen der mittelsächsischen Gemeindeoberhäupter, die nun zusammen mit Chemnitz das Projekt der europäischen Kulturhauptstadt 2025 umsetzen können. Hainichens Bürgermeister Dieter Greysinger verschlug es sogar die Sprache: "Mir sind die Tränen in die Augen geschossen. Ich habe lange kein Wort herausgebracht. Das ist ein Riesengewinn für das gesamte Umland. Die Weltoffenheit einer Kulturhauptstadt tut unserer Region sicher gut."

Greysinger hatte die Verkündung im Urlaub über den Live-Stream der "Freien Presse" verfolgt. "Wir werden sicher unser Kulturamt aufstocken", kündigte er an. "Mit dem neuen Festsaal, dem Gellert-Museum und einer sanierten Freilichtbühne haben wir viel zu bieten. Dass von Beginn an das Umland in die Bewerbung einbezogen wurde, hat sich nun als großer Pluspunkt gezeigt."

Insgesamt acht Städte und Gemeinden im Landkreis haben Chemnitz bei der Kulturhauptstadt-Bewerbung unterstützt, darunter Freiberg, Augustusburg, Burgstädt, Flöha und Niederwiesa. Mittweidas OB Ralf Schreiber hatte wenige Minuten nachdem die Entscheidung gefallen war, einen Brief an das Chemnitzer Rathaus geschrieben. "Es ist eine tolle Sache und schon jetzt eine sehr gute Zusammenarbeit", erklärte Schreiber. "Wir haben bereits gemeinsame Projekte, herausragend ist sicher der Erzgebirgskulturweg."

Frankenbergs Bürgermeister Thomas Firmenich gratulierte ebenfalls zu diesem Erfolg, den er als Chance für die Stadt Chemnitz und die Region sieht. "Ich freue mich auf das Nutzen der Chance zur Entwicklung einer Kulturregion und mit Frankenberg daran mitzuwirken und teilzuhaben." Martin Lohse, Hauptverwaltungsleiter der Gemeinde Lichtenau, ist sich sicher, dass weitere erfolgreiche Schritte folgen werden. Er kündigte an, dass das Projekt eines soziokulturellen Zentrums in Oberlichtenau nun angegangen werden soll.

"Ich gratuliere Chemnitz zu diesem großen Erfolg", sagte Landrat Matthias Damm. "Die Stadt hat sich so engagiert und auch die Bewerbung in der Öffentlichkeit präsent gemacht sowie die Bürger mitgenommen. Zahlreiche Städte haben die Bewerbung unterstützt, was die Verbundenheit mit Chemnitz zeigt. Das macht deutlich, wie die Kulturhauptstadt 2025 in die Region strahlen wird."

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