Das neue "Spatzennest" ist bald fertig

Mein Rossau Ende August sollen auch die Kindergartenkinder in den Neubau in Niederrossau einziehen. Die Gemeinde Rossau schließt damit eines der größten Projekte der vergangenen Jahre ab.

Rossau.

Wenn sich junge Familien für ein Grundstück in Rossau interessieren, dann stellen sie diese Fragen immer zuerst: Gibt es im Ort Kindertagesstätten und eine Grundschule? Wie sieht es mit schnellem Internet aus? Die Erfahrung hat zumindest Rossaus Bürgermeister Dietmar Gottwald gemacht. Beim Internet muss er auf die Breitbandinitiative des Landkreises verweisen, der sich die Gemeinde angeschlossen hat. Doch beim Thema Kinderbetreuung hat Rossau selbst die Initiative ergriffen.

Mit dem Neubau der Kindertagesstätte "Spatzennest" im Ortsteil Niederrossau wird Platz für bis zu 85Krippen- und Kindergartenkinder geschaffen. Im Wesentlichen sind die Arbeiten an dem Vorhaben abgeschlossen. Die Krippenkinder werden schon im Neubau betreut, die Mädchen und Jungen des Kindergartens nutzen noch ein Domizil in der ehemaligen Schule an der Kirchstraße. Sie sollen voraussichtlich am 23. August umziehen. "Dann veranstalten wir auch einen Tag der offenen Tür", kündigt Gottwald an.


Die Einrichtung soll schließlich künftig nicht nur den jüngsten Einwohnern offen stehen, sondern auch für Veranstaltungen genutzt werden können, erklärt Kita-Leiter Michael Schott. Die Räume seien für eine flexible Nutzung gestaltet. In einer Mehrzweck-Küche könnten zum Beispiel Eltern und Großeltern gemeinsam mit den Kindern kochen. Von jedem Gruppenraum aus gelangen die Kinder ins Freie. Durch große Fenster flutet viel Licht in die Räume. Für den Kindergarten werden laut Gottwald acht Plätze mehr als bisher geschaffen.

Für Peggy Grundig hat sich an ihrem am Arbeitsplatz durch den Umzug der Kita in den Neubau viel verbessert, wie die 46-Jährige sagt. Die Rossauerin hat die berufsbegleitenden Ausbildung zur Erzieherin gerade abgeschlossen. Dass sie und ihr Mann sowie die drei Kinder Rossau verlassen könnten, steht nicht zur Debatte. "Mein Elternhaus steht hier, ich habe Familie, Freunde und Arbeit im Ort", sagt Peggy Grundig. Sie fühle sich heimisch.

Für den Neubau hat Rossau rund zwei Millionen Euro investiert, einschließlich 500.000 Euro Fördermittel. Eine hohe Summe für die 3500 Einwohner zählende Gemeinde. Doch das Geld sieht der Bürgermeister gut angelegt. Immerhin würden zwischen 24 und 30 Kinder jährlich geboren, so könne man auch die Grundschule im Dorf halten. Für die Kinderbetreuung gibt es weitere Kapazitäten mit 125 Plätzen für Mädchen und Jungen vom Krippen- bis zum Vorschulalter in der vom DRK betriebenen Kita "Märchenland" in Seifersbach. In der Grundschule im gleichen Ortsteil werden ab kommenden Schuljahr 84 Kinder unterrichtet, im Vorjahr waren es 86. Schulleiterin Gabi Zwinzscher beurteilt die Bedingungen, unter denen sie und weitere sechs Lehrerinnen arbeiten, als gut. "Wir sind 2011 ins Gebäude eingezogen und hier gut aufgestellt", sagt die Leiterin. Es gebe keine Platzprobleme in den sechs Klassenzimmern, selbst interaktive Tafeln seien vorhanden. "Kommen Kollegen aus anderen Schulen hierher, loben sie die Einrichtung", so Gabi Zwinzscher. (mit tür)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...