Dünne Indizienlage führt zu Freispruch

Prozess zu Brandstiftung in Hainichen: Beweise reichen nicht aus

Chemnitz/Hainichen.

Mit einem Freispruch für den Angeklagten aus Hainichen ist am Freitag am Chemnitzer Amtsgericht der Prozess um eine Brandstiftung zu Ende gegangen. Der Richter erkannte keine ausreichenden Anhaltspunkte dafür, dass der Mann Ende Oktober 2016 im Bauhof in Hainichen Feuer gelegt hatte. Wie Amtsgerichts-Sprecherin Birgit Feuring sagte, hat sich die Indizienlage im Verlauf des Verfahrens als zu dünn erwiesen. "Die Beweise haben nicht ausgereicht", erklärte die Sprecherin.

Das hatte sich bereits am ersten Verhandlungstag angedeutet. Mehr als zwei Jahre nach dem Feuer, bei dem ein Bauhof-Gebäude schwer beschädigt worden und mehr als 10.000 Euro Sachschaden entstanden war, zeichnete sich bei den Aussagen von Zeugen ab, dass die Suche nach Beweisen schwierig wird. Die Angaben mehrerer Frauen und eines Mannes, die in der Tatnacht in der Stadt etwas gesehen hatten, waren oft ungenau. In Detailfragen waren die Erinnerungen seit dem Brandtag verblasst oder ergaben ein widersprüchliches Bild. Die Polizei hatte bei dem Tatverdächtigen nichts gefunden, was unmittelbar auf einen Zusammenhang zur Brandstiftung hinwies. Ein DNA-Vergleich mit Spuren vom Tatort und der Einsatz von Diensthunden hatten ebenfalls keinen Beweis geliefert, dass der Angeklagte das Feuer gelegt hat. Er selbst hatte sich in der Verhandlung nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die Kosten des Verfahrens trägt die Staatskasse. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

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