Eltern ärgern sich über Kita-Schließung

Die Kita in Crossen bleibt zu. Die Kinder werden künftig in Schweikershain betreut. Mehrere Familien ärgern sich: Der Umzug hätte besser geplant werden müssen.

Crossen.

Seit Montag gehen die Kindergartenkinder aus Crossen in Schweikershain in die Kita. Das wird sich auch nach dem Sommer nicht ändern. Denn die Einrichtung in Crossen bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Das wurde in der ersten Sitzung des neugewählten Erlauer Gemeinderates beschlossen. Viele Eltern sind allerdings unzufrieden mit der Entscheidung.

"Für eine Gemeinde unserer Größe sind vier Betreuungseinrichtungen ein Luxus, den wir uns lange geleistet haben und leisten wollten", erklärte Bürgermeister Peter Ahnert (parteilos). Es sei aber aufgrund der Anmeldungen absehbar, dass die Anzahl der Kinder in beiden Einrichtungen niedrig bleiben, während in Milkau und Erlau in Zukunft mehr Kinder zu betreuen sein werden. Bei einem Elternabend einen Tag nach dem Beschluss im Rat wurden die Mütter und Väter über den Zusammenschluss der Kitas informiert. Für viele kam das unerwartet.


"Man kann sagen, uns Eltern wurde einen Tag vorher mitgeteilt, dass die Kinder am nächsten Tag das letzte Mal in der Einrichtung sind", sagt Sandra Winkler. Auch ihr Kind wird nun in Schweikershain betreut. "Wir erkennen das Problem, und ich glaube, viele Eltern haben Verständnis für die Zusammenlegung. Aber wie das Ganze uns gegenüber kommuniziert wurde, ist eine Katastrophe", erklärt die Erlauerin. Ähnlich sieht das Sandra Bahrmann, Mutter von Zwillingen aus Schweikershain. "Im Februar wurden beide Einrichtungen schon einmal für mehrere Wochen zusammengelegt, weil Personal fehlte. Das war ein echtes Durcheinander. Ich hätte mir gewünscht, dass man daraus Schlüsse gezogen hätte und eine Zusammenlegung längerfristig vorbereitet." "Die Kinder kamen am Montag an, wussten nicht, wo sie sitzen sollten oder ihre Garderobe hingehört. Das ist für die Kinder anstrengend", so Winkler. Zu den Vorwürfen erklärt der Erlauer Bürgermeister, dass er sich die Entscheidung nicht leicht gemacht habe und gehofft hatte, dass sich die Anzahl der Anmeldungen noch zugunsten der Crossener Kita entwickelt. Erst im Mai sei dann aber klar gewesen, dass sich ein Zusammenschluss der Kitas nicht vermeiden lasse.

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