Es grünt so grün, schon vor der Eröffnung

60.000 Frühlingsblüher, 3000 Rosen und 10.000 Heidepflanzen sind nur ein paar der vielen Gewächse, die für Farbtupfer bei der Landesgartenschau in Frankenberg sorgen. Doch wie groß sind die Schäden durch die Minusgrade in den vergangenen Nächten?

Frankenberg.

Was seit 2014 geplant wurde, geht nun auf. Die Sächsische Landesgartenschau verwandelt Frankenberg ab Samstag in ein Blumenmeer. In den "Paradiesgärten Mühlbachtal" und im "Naturerlebnisraum Zschopauaue" werden Blütenträume wahr, getreu dem Motto der Ausstellung "Natürlich mittendrin" und als Mittel moderner Stadtentwicklung.

Am Dienstag wurde auf dem Gelände der Schau noch Rasen ausgerollt. Die etwa 400 Quadratmeter große Daueranlage namens Heidegarten nahm finale Gestalt an. Und eine spezielle Sommerlinde bekam Wasser. "Der Chemnitzer Versorger Eins Energie ist offizieller Sponsor der Landesgartenschau", sagte Eins-Sprecherin Astrid Eberius. Das kommunale Unternehmen überweist nicht nur 20.000 Euro, sondern hat auch die Patenschaft über den besagten Baum übernommen. "Wir haben schon in Oelsnitz gelernt, dass eine Gartenschau in Sachsen etwas Tolles ist", so Eberius weiter. "Wir freuen uns sehr, dass Sie uns unterstützten", dankte Jochen Heinz, Geschäftsführer der Landesgartenschau GmbH (LGS).

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Die Sommerlinde an der Zschopau ist einer von circa 500 Bäumen, die extra gepflanzt wurden. Zudem kamen 15.000 Sträucher, 10.000 Stauden und 150.000 Blumenzwiebeln in den Boden. In der Blumenhalle finden außerdem bis Oktober nahezu wöchentlich wechselnde thematische Ausstellungen statt, die die ganze Vielfalt der Flora von Rhododendron über Bonsai bis zu Dahlien und Orchideen präsentieren. Stadtverwaltung und LGS unterscheiden zwischen der sogenannten Durchführungs-Begrünung und der auf Dauer angelegten Bepflanzung, die dem Stadtbild auch nach dem Toresschluss der Gartenschau erhalten bleibt. Letztere habe "einen kleinen sechsstelligen Betrag gekostet und wurde von der Stadt bezahlt", sagte der Frankenberger Beigeordnete Ralf-Peter Regner. Von ihm privat stammt übrigens eine Winterlinde, die ebenfalls auf dem Areal des Gartenfestivals gepflanzt wurde. Für das Grün während der Schau wiederum steht die LGS finanziell gerade.

Die jüngsten nächtlichen Minusgrade haben keine bleibenden Schäden an der Bepflanzung hinterlassen. "Am Friedhof hatten wir etwas Raureif", erzählte Jochen Heinz. An den in der Badstraße gelagerten Pflanzen sei dagegen nichts festzustellen gewesen. "Durch das Wetter ist es nicht zu Ausfällen gekommen", lautete das Fazit des Geschäftsführers.

Das deckt sich mit den Beobachtungen von Ute Franke. Die Inhaberin der Frankenberger Gärtnerei Blankenburg betreibt ab Samstag den Gartenmarkt an der Blumenhalle. "Unsere Frühjahrsblüher halten solche niedrigen Temperaturen aus", sagte die Frankenbergerin mit Verweis auf die rund 3000 Vergissmeinnicht, die ihr Familienunternehmen zum Gartenfestival geliefert hat. Den Pelargonien, die sie bereits für die Pflanzung Ende Mai vorbereitet, wären die Minusgrade nicht so gut bekommen. "Mit unserer Vorbereitungen auf dem Gelände der Landesgartenschau sind wir nahezu fertig", sagte Ute Franke. Neben ihrem Gartenmarkt, in dem sie Pflanzen für Beet, Steingarten und Balkon sowie Kletterpflanzen, Stauden und Pflanzgefäße anbietet, hat ihre Firma auch ein Mustergrab gestaltet. Besucher können sich in der großen Grabanlage Anregungen für die Gestaltung von Erinnerungsplätzen für Verstorbene holen. "Dort sind wir mit dem Bepflanzen auch fast fertig", sagte die Gärtnerin.

Landesgartenschau Der Eintritt für Erwachsene kostet 16, mit Pressekarte der "Freien Presse" 15 Euro. Erwachsene können damit eine beliebige Anzahl eigener Kinder oder Enkel bis einschließlich 17 Jahre kostenlos mitnehmen. Tickets in "Freie Presse"-Shops und bei Shop-Partnern erhältlich. Weitere Beiträge zur Landesgartenschau im Internet.www.freiepresse.de/laga2019

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