Faulbrut bei Bienen in Hainichen

Amt verhängt Sperrbezirk: Bestände sind zu melden

Hainichen.

In einem Bienenstand im Hainichener Ortsteil Bockendorf ist die Amerikanische Faulbrut festgestellt worden. Das teilte das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt (Lüva) Mittelsachsen am gestrigen Montag mit. Es sei derzeit der einzige Fall in Mittelsachsen.

Die auch Bienenpest genannte Krankheit könne schnell auf weitere Gebiete übergreifen, warnen die Veterinärmediziner. Bienenvölker dürften die wegen der Krankheit gesperrten Bezirke nicht verlassen. Auch neue Bienen dürfen dort nicht untergebracht werden. Der Sperrbezirk umfasst die Stadt Hainichen mit den Ortsteilen Bockendorf, Eulendorf und Riechberg, Frankenberg mit dem Ortsteil Langenstriegis und Oederan mit den Ortsteilen Hartha, Frankenstein, Wingendorf.


Bienenhalter im Sperrbezirk müssen ihren Bestand dem Lüva Mittelsachsen melden. Ein amtlich beauftragter Sachverständiger muss, so das Amt, alle Bienenvölker und -stände im Sperrbezirk untersuchen. Mobile Bienenstände, so heißt es in der Anordnung, dürfen nicht weggebracht werden, ebenso lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile und -abfälle, Wachs, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften. Wachs dürfe nur verbrannt oder als Seuchenwachs an einen zugelassenen Verarbeitungsbetrieb abgegeben werden, Honig darf nicht an Bienen verfüttert werden.

Die Amerikanische Faulbrut gilt als erloschen, wenn sie im betroffenen Bestand erfolgreich bekämpft und wenn alle Bienenvölker und -stände im Sperrbezirk zweimal im Abstand von mindestens acht Wochen vom Amtstierarzt untersucht sowie keine Sporen nachgewiesen wurden. Für den Menschen gilt die Krankheit als unbedenklich. (ug/grit)

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